Playa de Palma News
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20 Jahre an der Playa: Ein Leben für die Party

Helmut Schafzahl ist das Urgestein aus dem ,,Oberbayern". Etwas anderes als mitsingbare Stimmungslieder wollen die Fans von ihm nicht hören

VON NILS MÜLLER

Mallorca - Wohl jeder Deutsche auf Mallorca hat diesen Mann schon mal irgendwie wahr-genommen. Sei es auf Plakaten an der Playa de Palma, im deutschen Fernsehen oder direkt dort, wo er bekannt wurde: im berühmt-berüchtigten Party-Tempel "Oberbayern". Dort sorgt "Helmut aus Mallorca", wie er sich selber nennt, für Stimmung. Und das schon ganz, ganz lange. "Am 22. Juli 2008 bin ich auf den Tag genau 20 Jahre im Oberbayern", erzählt Helmut, der mit bürgerlichem Nachnamen Schafzahl heißt.

Der Österreicher aus der Steiermark hatte wesentlichen Anteil daran, dass sein Arbeitsplatz zum Kult wurde bei denjenigen, die zum Feiern nach Mallorca kommen. Allerdings machte sich der Musiker, der schon als Jugendlicher auf der Bühne Geld verdiente, weniger mit seinem eigentlichen Beruf einen Namen, sondern eher als Stimmungsmacher. So wollten ihn auch in den 90er Jahren die deutschen TV-Teams sehen, die die Playa de Palma in Scharen heimsuchten. "Ich wurde im Fernsehen gar nicht als Musiker gezeigt, sondern nur als Animateur, der die Leute auszieht. Angekotzt hat mich das!"

Hintergrund: Bei Helmut gab es regelmäßig Fleischbeschau. Er moderierte die Miss- und Mister-Wahlen, bei denen der alkoholbedingte Verlust jeglicher Hemmschwellen dafür sorgte, dass die Kandidaten nackig auf der Bühne standen. Diese Wahlen gibt es auch heute noch, sie sind aber inzwischen ein alter Hut.

Helmut Schafzahl feierte am 16. Februar seinen 61. Geburtstag. Aufgewachsen ist er in der Nähe von Graz, lernte Dreher. Diesen Beruf übte er aber nicht lange aus. Musik war sein Leben und mit der Musik wollte er das Geld verdienen. Aber mit was für einer Musik: Stimmungslieder, Par-ty-Mucke, am besten noch etwas zum Mitgrölen. Nervt es nicht manchal, total auf diese Schiene festgelegt zu sein? "Leider Got-tes. Aber meine Plattform ist nun mal diese Stim-mungsmusik. Wenn die Leute zu den Auftritten kommen, dann haben sie überhaupt kein Interesse zuzuhören, wenn man mal auch etwas anderes singt." Im Winter tritt Helmut, der mit Frau Maggie und Sohn Helmut junior (wird im Mai 18) seit einigen Jahren fest an der Playa de Palma lebt, auch regelmäßig im "Bierkönig" auf - und natürlich in den öster-reichischen Skigebieten bei Apres-Ski-Veranstaltungen. Die Musik ist identisch, Helmuts aktueller Song heißt "Wedeln". "Skifahrer wissen, was das ist. Hin- und herrutschen auf der Piste", grinst der Musiker. Seiner Plattenfirma hat er gerade einen anderen Song eingereicht, einen Schlager im aktuellen Sound, der im eigenen Studio entstanden ist. Ob man sowas aber von "Helmut aus Mallorca" wirklich hö-ren will? "Vielleicht werde ich das ja gar nicht singen. Wenn die Plattenfirma sagt, das Lied ist gut, aber für einen anderen Sänger, dann bin ich halt der Produzent." Mallorca ist für Helmut in den vergangenen 20 Jahren sein Zuhause geworden. Dass er irgendwann zurückgeht in die Steiermark, ist unwahrscheinlich. "Da kenne ich ja kaum noch jemanden, außer meiner Mutter und meiner Schwester." Also wird man den fitten Österreicher (spielt Tennis, fährt kürzere Strecken immer mit dem Fahrrad) auch künftig im "Oberbayern" antreffen. Dort trat er früher mit seiner Band, den Dominos, auf, und später als Solo-Künstler. Im vergangenen Jahr konnte man ihn als Sänger, Moderator und auch schon mal hinter dem DJ-Pult erleben - die Kultfigur der Diskothek war einfach da, zur Freude der Fans.

In 20 Jahren auf der Par-tymeile hat Helmut Schaf-zahl viele Veränderungen erlebt. Zwei Einschnitte empfand er als besonders gravierend: "Früher gab es immer und überall Musik, 24 Stunden lang. Dann kam das Musikverbot im Freien nach Mitternacht. Das hat voll reingehauen, ich wurde immer wieder von wütenden Urlaubern angesprochen." Und dann war da noch die Einführung des Euros. "Der Deutsche hat doch gar nicht darauf geachtet, was 1000 Peseten sind. Als der Euro kam, haben sie sich jeden Cent Wechselgeld zurückgeben lassen. Jetzt weiß ich, was der Kaffee kostet, hieß es. Vorher haben sie das nicht gewusst."

22.02.2008

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Playa de Palma: Freiluft-Disco ohne Musik

Polizei verstärkt Kontrollen an Mallorcas längster Party-Meile. Wirte bangen um ihre Zukunft. Laut Palmas Stadtverwaltung laufen zurzeit 190 Verfahren wegen zu lauter Musik

VON JONAS MARTINY

Die Wirte an der Playa de Palma sind in heller Aufregung: In den vergangenen Wochen hat es verstärkte Kontrollen der Polizei gegeben, weil sich bei der Stadtverwaltung die Klagen gegen zu laute Musik häufen. In mehreren Fällen sollen Musikverbote erteilt worden sein.

„Die wollen aus der Playa eine Kulturzone machen”, schimpft ein Betroffener, der befürchtet, dass die Gäste ausbleiben könnten, wenn in Zukunft gar keine Musik unter freiem Himmel mehr gespielt werden darf. „Ich möchte mal wissen, was die bei der Stadt sagen, wenn plötzlich Hunderte von Kellnern arbeitslos werden, die ihre Familien ernähren müssen.”

Von 480 Anzeigen gegen Wirte an der Playa ist die Rede – eine Zahl, die die Stadtverwaltung nicht bestätigt. Momentan gebe es 190 laufende Verfahren, sagt Iñaki Miniño, bei der Stadt Palma unter anderem für die Lärmkontrolle zu ständig. Der Großteil der Anzeigen stamme von der Vereinigung der Diskothekenbetreiber, denen es nicht passt, dass Mallorcas Partymeile im Sommer zu einer einzigen Freiluft-Disco wird – dank Hunderten von Bars, Cafés und Restaurants, die ihre Kundschaft ebenfalls bis spät in die Nacht mit Musik beschallen.

Das Problem ist allerdings nicht neu: Seit 2003 ist eine städtische Verordnung in Kraft, die genau regelt, wer seine Musikanlage wann wie laut aufdrehen darf. Wer keine Lizenz als Musik-Bar oder gar Diskothek hat, kann seinen Gästen nur Hintergrundmusik bieten. Ein Playa-Wirt hofft gerade darauf, per Sondergenehmigung zumindest 75 Dezibel produzieren zu dürfen – das entspricht gerade einmal Gesprächslautstärke, wie in der vergangenen Woche ein MM-Test vor Ort ergeben hat.

Iñaki Miniño von Palmas Stadtverwaltung bestreitet allerdings, dass es der Stadt um eine Schikanierung der Wirte an der Playa gehe. Die Gesetzeslage sei nun einmal so und die Kontrollen seien auch nicht außerplanmäßig verstärkt worden. „Es ist Hochsaison: Da ist es ganz normal, dass in den Touristenhochburgen mehr Polizisten unterwegs sind. Und die achten eben auch darauf, ob die vorgeschriebenen Lärmbeschränkungen eingehalten werden", sagt Miniño.

21.07.2006

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Fische können bald einziehen

Rohbau an der Playa de Palma fast fertig

Die Bauarbeiten zum Aquarium an der Playa de Palma schreiten planmäßig voran. Der Rohbau des Hauptgebäudes wird noch in diesem Monat fertiggestellt sein. Nach dieser Bauphase folgt der Einbau des großen Beckens mit einem Fassungsvermögen von 3'5 Millionen Liter Wasser sowie 55 kleinere Fischtanks. Nach Angaben des Bauleiters sollen die Arbeiten Mitte 2006 abgeschlossen sein. Für das Gesamtprojekt hat das Unternehmen Coral World International einen Betrag von 25 Millionen Euro veranschlagt. Das Aquarium soll als Zentrum für Umweltschutz und Information verstanden werden. Auf insgesamt etwa 54.000 Quadratmetern sollen die Tiere weitgehend so untergebracht werden, wie es ihrer natürlichen Umgebung entspricht. Das Hauptgebäude umfasst mehr als 7500 Quadratmeter, dazu kommen eine Grünzone von fast 42.000 Quadratmetern und ein Parkplatz mit 4900 Quadratmetern. Das große Becken wird neun Meter tief sein, 30 Meter lang und 22 Meter breit. Von den 55 kleineren Becken werden 20 im weitläufigen Freigelände stehen.

In der ersten Abteilung geht es um die Unterwasserwelt des Mittelmeers, danach folgt Schiffbau, eine logische Brücke zur nächten Abteilung, der Neuen Welt. Der Besucher geht weiter durch „Schiffsuntergänge”, ein Dschungel-Habitat mit Zwölf-Meter-Wasserfall, ein Labor und kommt dann zum Hauptbecken, in dem sich Haie, Mantas und Großquallen tummeln.

Die 3'5 Millionen Liter, die das große Becken fasst, und das Wasser für die weiteren Tanks, werden direkt aus dem Meer gewonnen. Die Ansaugrohre haben einen Durchmesser von 30 Zentimetern. Das Wasser wird vor der Nutzung gefiltert und gereinigt, um den Tieren die beste Qualität zu liefern. Bevor es ins Meer zurückgeleitet wird, erfolgt erneut eine Reinigung.

Das Palma-Aquarium soll die Hauptattraktion an der Playa de Palma und darüber hinaus werden, hoffen die Betreiber.

09.12.2005

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Aquarium, Bowling, Spielcasino

Rechtslage für Einkaufs– und Freizeitzentrum in Ses Fontanelles ungeklärt

Mit dem Bauvorhaben für ein Meeresaquarium sowie ein Einkaufs– und Freizeitzentrum in Can Pastilla nehmen die Pläne zur Umgestaltung der Playa de Palma weiter Form an. Das Unternehmen Parque Aqua Mágica, ein Zusammenschluss der Madrider Firma Riofisa mit mallorquinischen Betrieben, will das Einkaufszentrum auf dem Brachgelände von Ses Fontanelles in der zweiten Linie von Can Pastilla verwirklichen. Doch eindeutig geklärt ist die Rechtsgrundlage nicht. Palmas Stadtrat wollte dem Projekt bereits grünes Licht erteilen, doch am Mittwoch wurde der Punkt überraschend von der Tagesordnung genommen. Hintergrund ist, dass die Küstenbehörde, die dem Umweltministerium in Madrid unterstellt ist, noch anzuhören ist.

Das Bauvorhaben war zuvor auf den Protest der Naturschutzorganisation GOB gestoßen. Bei dem insgesamt 326.000 Quadratmeter großen Ses-Fontanelles-Gelände handle es sich um das letzte Feuchtgebiet der Stadt.

Die Investitionskosten für das Einkaufszentrum werden mit 190 Millionen Euro angegeben. Die Bauarbeiten sollten ursprünglich im Herbst beginnen.

Ende vergangener Woche hatte bereits die Hoteliersvereinigung der Playa de Palma ein Abkommen mit Parque Aqua Mágica unterzeichnet, „um für das Projekt gemeinsam zu werben”, sagte der Herbergspräsident Francisco Marín MM.

Unterdessen haben die Bauarbeiten für das Meeresaquarium, das neben dem geplanten Einkaufszentrum errichtet wird, im Januar begonnen. Hauptinvestor ist die israelische Unternehmensgruppe Coral World. Das Projektgelände wird von der Costas-Entscheidung nicht berührt. Pläne, an der Playa ein Großaquarium zu errichten, wurden erstmals vor zwei Jahren bekannt (MM 37/2003). Ursprünglich war mit der Fertigstellung der knapp 42.000 Quadratmetern großen Besucherattraktion noch in diesem Jahr gerechnet worden. Nun soll es 2006 so weit sein.

Das geplante Einkaufs– und Freizeitzentrum soll den Angaben zufolge auf einer Fläche von rund 99.000 Quadratmeter errichtet werden. Neben den Geschäften, die zu 80 Prozent von einheimischen Firmen geführt werden sollen, wollen die Planer dort unter anderem Kinos und eine Bowlinganlage, möglicherweise sogar ein Spielcasino eröffnen. Darüber hinaus sollen rund 3000 Parkplätze geschaffen werden.

Die beiden Vorhaben – Aquarium und Einkaufszentrum – sind eingebettet in den „Plan Renove” zur Entkernung, Verschönerung und Modernisierung der Playa de Palma. Falls Ses Fontanelles als Standort wegfalle, wolle die Stadt andere Flächen in Arenal zur Verfügung stellen.

27.05.2005

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Mallorca bekommt sein Miami

Konsortium für Neugestaltung gegründet. Budget von 2,6 Millionen Euro bereit. Ideenwettbewerb mit 250.000 Euro dotiert. Gesamtkosten: eine Milliarde

Zum Jahresende kommt Schwung in das Großprojekt „Umgestaltung und Modernisierung der Playa de Palma”. Der spanische Staatssekretär für Tourismus und Handel, Pedro Mejía, der balearische Tourismusminister Joan Flaquer, der Tourismusminister des mallorquinischen Inselrates Francesc Buils sowie die Bürgermeister von Palma und Llucmajor, Catalina Cirer beziehungsweise Lluc Tomás, haben am Montag in Palma einen Vertrag unterzeichnet, um ein Konsortium zu gründen, dem die Planung und Durchführung des ambitionierten Vorhabens obliegt.

Wie Flaquer erklärte, finanzieren die fünf Institutionen das Unternehmen mit 2'6 Millionen Euro; 137.000 Euro werden für Studien, Werbung und Projektpläne ausgegeben, 173.000 für Personal, für einen Ideenwettbewerb werden 250.000 Euro ausgeschrieben. Für die Durchführung der einzelnen Projekte sei allerdings die Beteiligung privater Unternehmen notwendig, betonte der Minister.

Man war sich einig, dass das Vorhaben historische Ausmaße habe, noch nie wurde ein „historisches” Feriengebiet in Europa von Grund auf saniert, als einziges Vorbild dient die Umgestaltung von Miami Beach in den 70er Jahren.

Wie berichtet, geht es bei der Sanierung vor allem um den westlichen Teil der Playa de Palma, also Arenal, das größtenteils zur Gemeinde Llucmajor gehört. Laut Masterplan sind folgende Maßnahmen vorgesehen: In zweiter Linie soll ein Boulevard den Kfz-Verkehr aufnehmen; zwischen Flughafen und dem Cap de Enderrocat am Ende der Küste von Llucmajor soll eine Straßenbahnlinie fahren; am Boulevard sollen Parkhäuser gebaut werden, für Radfahrer ist eine Verbindung des Radwegs an der Playa zum Radwegenetz im Insel-Osten geplant.

Kernstück der Vorhaben ist die sogenannte Umwandlung. Um die am dichtesten bebauten Zonen der Playa entkernen und auflockern zu können, werden nicht mehr marktgerechte Hotels abgerissen und in sogenannten Rekonversionszonen neu gebaut. Hierfür stehen etwa 6000 Plätze in der Bettentauschbörse des Tourismusministeriums zur Verfügung.

Zwischen der Flughafenautobahn und der zweiten Linie soll auf etwa einer Million Quadratmetern ein Grüngürtel entstehen. Dort werden laut Masterplan auch Sportanlagen gebaut, ein wichtiger Bestandteil der Bemühungen um die Entzerrung der starren Saisonzeiten auf Mallorca. Die Gesamtkosten werden auf eine Milliarde Euro geschätzt, die Bauzeit auf zehn bis fünfzehn Jahre.

24.12.2004

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Eine Milliarde Euro für ein neues Gesicht

Tourismusminister Flaquer kommt mit Zusagen aus Madrid zurück

Bei der Neugestaltung der Playa de Palma ziehen Regional– und Zentralregierung an einem Strang. Noch in diesem Monat will der spanische Minister für Industrie, Tourismus und Handel, José Montilla, grünes Licht für die Gründung eines Konsortiums geben, das den organisatorischen Ablauf des Großprojekts steuern soll. Zu diesem Ergebnis gelangte die balearische Delegation unter Leitung von Tourismusminister Joan Flaquer bei einem Arbeitstreffen am Dienstag in Madrid.

Ziel ist die Ausarbeitung eines Masterplans für die Playa de Palma. Mit solchem soll Spaniens bekanntester und in die Jahre gekommener Küstenstreifen ein modernes und besucherfreundliches Gesicht verpasst bekommen. Konkret heißt das in etwa: mehr Grünzonen und weniger Beton. Dem zu gründenden Konsortium – darin werden Vertreter aus Zentral– und Balearenregierung, Inselrat, sowie den Rathäusern Palma und Llucmajor sitzen – werden insgesamt rund eine Milliarde Euro Investitionsgelder zur Verfügung stehen. Experten rechnen mit einer Projektdauer von zehn bis fünfzehn Jahren. Der Präsident des Hoteliersverbands Playa de Palma, Jordi Cabrer, äußerte sich nach Bekanntwerden der Gesprächsergebnisse von Madrid zufrieden: „Das ist eine hervorragende Nachricht für die Playa de Palma.”

Erste Aufgabe des Konsortiums werde sein, einen Ideenwettbewerb für die künftige Playa de Palma auszuschreiben, sagte der balearische Tourismusminister Flaquer im Anschluss an die Gespräche.

12.09.2004

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Volle Betten, gutes Geld

Positive Saison-Zwischenbilanz an der Playa de Palma

Was haben gerade die Hoteliers an der Playa gejammert. Noch Angang Juli hieß es, die Saison verlaufe schlecht. Doch jetzt verkündet Jordi Cabrer, Präsident des Hotelverbandes Playa de Palma, eine ausgesprochen positive Zwischenbilanz der Hauptsaison. Wie er am Montag auf einem Ortstermin mitteilte, waren die Hotels in Mallorcas wichtigstem Ferienort im Monat Juli zu 87 Prozent belegt. In den ersten zwei Augustwochen rechnet er sogar mit einer Auslastung in Höhe von gut 91 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbandes, an der sich mehr als die Hälfte der Mitglieder beteiligt hat.

Gegenüber dem Juli 2003 ist das eine Verbesserung von sechs Prozentpunkten, auch der August-Anfang liegt um gut vier Punkte besser. Besonders freut sich Cabrer über die Tatsache, dass die Kunden zwar nach wie vor spät buchen, dies aber deutlich öfter zu regulären Katalogpreisen tun: „Das schlägt positiv auf Ergebnis durch.” Ausgesprochen günstig ist auch die Prognose für September. Bereits jetzt sind laut Cabrer 50 Prozent der Betten verkauft, „damit könnten wir auf eine Auslastung von 80 Prozent kommen”.

Für die Wintersaison erwartet er eine leichte Verbesserung, da durch die Steigerung des spanischen Rentner-Reise-Programms Imserso mit 29 Häusern vier Hotels mehr als in der Saison 2003/04 geöffnet bleiben. „Das wird sich hoffentlich positiv auf den Rest des Geschäfts auswirken.” Die Vertragsverhandlungen mit den Reiseveranstaltern für den Sommer 2005 seien allerdings sehr hart: „Wir müssen zusehen, dass wir unsere gestiegenen Kosten wenigstens zum Teil weitergeben können”, gibt der Verbandschef die Marschroute vor. Wenn die Konjunktur in Deutschland besser läuft, wo immer noch 48 Prozent aller Gäste herkommen, sieht er aber auch den nächsten Sommer optimistisch.

13.08.2004

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Mega-Park droht Schließung

Nur Lizenz für Restaurant

Schnitzel anstelle von Gogo-Girls, Schaumbädern und lautstarkem, ausgelassenem Halli-Galli soll es künftig im Mega-Park geben. Ansonsten wird der Betrieb untersagt. Das besonders beim deutschen Publikum beliebte Lokal muss seinen Partybetrieb einstellen. Ein diesbezüglicher Gerichtsbeschluss wurde am 27. Juli gefasst. Das der Cursach-Gruppe gehörende Lokal, so das Gericht, verfügt lediglich über eine Lizenz zum Betrieb eines Restaurants, in dem Hintergrundmusik gepielt werden darf.

Der stellvertretende und für Urbanismus zuständige Bürgermeister Palmas, Rodrigo de Santos, teilte am Dienstag mit, dass die Stadtverwaltung darüber wachen werde, ob die Betreiber die richterlichen Auflagen erfüllen. Sollte weiterhin Discobetrieb stattfinden, werde der Mega-Park geschlossen.

Für die linke Opposition ist der Gerichtsbeschluss ein Beweis dafür, dass „sich das Rathaus bis heute schützend vor den illegalen Betrieb gestellt hat”. Ihr Sprecher, Eberhard Grosske (IU), forderte die Bildung eines Untersuchungsauschusses.

06.08.2004

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„Der Ballermann bleibt”

Die deutschen Mallorca-Fans müssen sich keine Sorgen um den Ballermann machen”, versichert Jordi Cabrer, Präsident des Hotelverbandes Playa de Palma, „der Abriss der legendären Strandbude ist nicht geplant.” Und wenn es doch so weit kommen sollte, so der Hotelier gegenüber MM, „werden meine Kollegen und ich eine Blockade organisieren, uns anketten und den Ballermann verteidigen”. Cabrer lächelt verschmitzt – wie soll man sonst auf die deutschen Presseberichte über die geplante Verschönerung der Playa de Palma reagieren?

Auch der Boulevard soll vier Kilometer lang werden – und nicht breit, wie „Bild” schrieb. „Dann wären ja sämtliche Hotels weg”, wundert sich Cabrer. Ganz ernsthaft wehren sich die Hoteliers gegen Pläne, alte Herbergen abzureißen und im Hinterland neu zu bauen. „Standorte weit weg vom Strand werden wir nicht akzeptieren.” Auch die Anwohner der Zonen, die als Neubaugebiete vorgesehen sind, sind gegen Beton vor der eigenen Haustür.
06.12.2003

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Ganoven im Visier

Vier Überwachungskameras an der Playa de Palma installiert

Die ersten vier Überwachungskameras, die an der Playa de Palma für mehr Sicherheit vor Kleinkriminellen sorgen sollen, sind bereits installiert. Derzeit werden 35 Beamte der Lokalpolizei mit der Handhabung der elektronischen Geräte vertraut gemacht. Die aufgenommenen Bilder von Taschendieben oder Hütchenspielern gelten vor Gericht als Beweismittel gegen die Kriminellen.

Die Stadt Palma hat sich den Ankauf der Kameras und deren Installation rund 240.000 Euro kosten lassen. Im September sollen zwei weitere Kameras in zweiter Linie angebracht werden. Ihren Standort werden die elektronischen Polizei-Augen im Zentrum der Tourismusmeile haben, in der so genannten Bier– und Schinkenstraße. Geplant sind zudem zwei Kameras am Playa-Abschnitt von Arenal.

Nach Angaben der Polizei lässt sich jede der vier Überwachungskameras per Fernsteuerung 360 Grad um die eigene Achse schwenken. Auch vertikal haben die Geräte bei einem Neigungswinkel von 180 Grad alles im Blick. Die Ganoven können ihrerseits nicht erkennen, welcher Playa-Abschnitt gerade ins Visier genommen wird. Sogar bei nächtlicher Dunkelheit sollen die Kameras noch aus 500 Metern Entfernung gestochen scharfe Aufnahmen liefern. Diese gelangen auf elektronischem Wege zu dem Polizeidienststellen und ins Amtsgericht von Palma.

20.06.2003

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Mega-Park-Opening ohne Live-Auftritte

Party-Stars singen erst nach Mitternacht im Riu Palace

Der Mega-Park an der Playa de Palma feiert stets eine rauschende Party zur Saison-Eröffnung. So auch in diesem Jahr. Eines aber wird im Freiluft-Partyzentrum am Sonntag, 4. Mai, ab ca. 21 Uhr anders sein: Es gibt keine Live-Auftritte von Künstlern.

Schon im vergangenen Jahr hatten die Macher des Mega-Parks Probleme mit der Nachbarschaft. Um Lärmschutzauflagen zu erfüllen, baute man einiges um. Offenbar hat es noch nicht gereicht. Mini-Konzerte von Party-Helden wie Mickie Krause, Peter Wackel oder Big-Brother Jürgen unter freiem Himmel wird es bis auf weiteres nicht geben. „Wir haben aus Rücksichtnahme auf die Nachbarn, insbesondere auf die Hotels, das Programm ins Riu Palace verlegt. Damit die Hotelgäste nicht im Schlaf gestört werden”, erklärt Andy Bucher, PR-Chef des Mega-Parks.

Und so beginnt die Saison-Eröffnung des Mega-Parks zunächst im Mega-Park. Man will mit Hubwagen eine „Parade der Stars” bilden, die dann für Autogrammwünsche offen sind. Ihre Stimmen erklingen erst nach Mitternacht im Riu Palace, wohin die Party-Gesellschaft dann wechselt.

Auf der Bühne des Riu Palace wollen folgende Künstler ihr Bestes geben: Leo Colonia, die im letzten Jahr mit „75 D” eine Antwort auf Möhres „20 Zentimeter” gaben, Big-Brother Jürgen, Sandra Stumptner alias Sandra S., die früher auf den Namen Antonia hörte, die Kolibris („Hände zum Himmel”), Partynator Peter Wackel mit seinem neuen Song „Bis morgen früh um acht”, Diana, die vielen durch ihre Begeisterung für Fußbälle im Gedächtnis ist, sowie Newcomer Oliver Lukas aus der Talentschmiede von Modern-Talking-Produzent Luis Rodrigues.

Kein Geheimnis ist an der Playa de Palma, dass man unter dem Mega-Park einen neuen Vergnügungstempel namens „MegArena” gebaut hat. Auch dort soll bald Eröffnung gefeiert werden. PR-Chef Andy Bucher gibt sich allerdings zurückhaltend: „Dazu kann ich im Moment noch nichts sagen.”

02.05.2003

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SICHERHEIT - Videoüberwachung am Strand

Installation noch vor Saisonbeginn

In abgespeckter Form soll die schon seit Jahren geplante Videoüberwachung an der Playa de Palma noch vor Beginn der Sommersaison in die Tat umgesetzt werden. Anstelle von ursprünglich vorgesehenen 18 Kameras sollen zunächst nur sechs installiert werden, um der Polizei die Arbeit zu erleichtern und die Sicherheit der Bürger und Urlauber zu erhöhen. Vor allem Kleinkriminelle wie Diebe und Hütchenspieler sollen auf diese Weise abgeschreckt oder leichter gefasst werden. Der Ruf nach dieser Form der Überwachung war in den vergangenen Jahren immer lauter geworden. Nach einer Ausschreibung hat die Firma Estel den Zuschlag des 150.000-Euro-Projekts bekommen. Sie wird vier Digitalkameras am Hafenboulevard und jeweils eine in der Bierund Schinkenstraße anbringen. Die Videogeräte erlauben eine Rundumsicht und verfügen über einen Zoom. So soll die Polizei in einer Überwachungszentrale bei Bedarf Gesichter heranzoomen und Auffälliges aufzeichnen dürfen.

10.01.2003

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VERKEHR - 2008 rollt die Straßenbahn am Meer entlang

Strecke Palma-Arenal / Polit-Streit um Tram / Kinder kostenfrei im Bus

Spätestens im Jahre 2008 wird wieder eine Straßenbahn das Zentrum von Palma mit den Ortsteilen an der Playa bis nach El Arenal verbinden. Vorgesehen ist auch eine Anbindung an den Flughafen Son Sant Joan. Bei etwa zehn Millionen Fahrgästen im Jahr wird sich die Bahn wirtschaftlich rentieren, sagte der Präsident der städtischen Verkehrsbetriebe EMT, Pedro Álvarez.

Diese Zahl an Passagieren werden die Stadtbusse voraussichtlich schon in diesem Jahr entlang der Strecke einfahren. In der Vergangenheit nahmen im Schnitt jährlich 8'5 Millionen Menschen den Bus nach Palma oder an die Playa. Nach Álvarez' Worten hat die Stadt bereits seit vier Jahren an der Machbarkeitsstudie des Projektes gearbeitet. „Die Studie ist zu 99 Prozent fertig.” Nun müssten sich alle von dem Vorhaben betroffenen Behörden und Ämter zusammensetzen, um sich abzustimmen.

Für die Erstellung der Studie hatte das Verkehrsministerium in Madrid über 200.000 Euro beigesteuert. Seitens der Balearen-Regierung kritisierte der Bau-Minister Francesc Quetglas (PSOE) die „Mauscheleien” zwischen Madrid und der ebenfalls von der PP regierten Stadtverwaltung ohne Einschaltung der Insel-Regierung. Palma habe keinerlei Kompetenzen in der Gestaltung des Nahverkehrs zwischen den Kommunen. Zum Verständnis: Arenal liegt bereits auf dem Gemeindegebiet von Llucmajor.

Nach EMT-Angaben wird die Straßenbahn voraussichtlich am Sa Faixina-Park ihren Anfang haben. Die Schienen sollen am Passeig de Mallorca und entlang der Avenidas verlegt werden, bis sie die Llevant-Autobahn und das Ufer erreichen. Über Es Molinar, Coll d'en Rabassa und Can Pastilla sollen die Straßenbahnen zumeist in erster Meereslinie bis nach El Arenal rollen. Die Stadt will sich positive Erfahrungen zu Nutze machen, die bereits 52 andere Kommunen in Spanien und in Europa mit der Straßenbahn in Leichtbauweise gewonnen haben. In Palma war der Betrieb der letzten Straßenbahn im Jahre 1959 eingestellt worden.

Im Bereich des Busverkehrs gibt es seit Jahresbeginn zwei Neuerungen. Zum einen will die EMT Kinder unter neun Jahren kostenlos befördern, wenn sie in Palma gemeldet und im Besitz der Bürgerkarte „Tarjeta ciudadana” sind. Hat ein Kind diese Magnetkarte bereits, muss sie laut „Diario de Mallorca” in einem EMT-Büro umgespeichert werden. In den Genuss der Vergünstigung könnten rund 50.000 Kinder kommen. Dem Verkehrsbetrieb entgehen Einnahmen von rund 36.000 Euro im Jahr.

Eine weitere Änderung ist die neue Linie 1, die seit dem 1. Januar den Airport mit dem Seehafen in Palma verbindet.

10.01.2003

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