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Frühjahrskirmes: Der Rummel ist los

Palmas Frühjahrskirmes Fira del Ram hat begonnen. Bis zum 20. April laden mehr als 170 Attraktionen zum Ausprobieren, Spaß haben oder einfach nur zum Zusehen ein. Die Preise auf dem Kirmesplatz in Son Fuster sind im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben

Vergnügen für Groß und Klein: In Palma hat die Kirmes "Fira del Ram" begonnen.

Don Capricho dreht als Erster die Musik auf. Aus den Lautsprechern der Losbude mit dem Namen ,,Herr Schnickschnack" dröhnt Latino-Pop, während die meisten anderen Attraktionen auf Palmas Frühjahrskirmes noch verrammelt sind. Über den fast menschenleeren Kirmesplatz weht ein runzeliger Luftballon vom Vorabend. Die mehr als 170 Schausteller auf der Fira del Ram lassen es gemächlich angehen. Erst in den Abendstunden wird es hier so richtig hoch hergehen.

29.02.2008

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20 Jahre an der Playa: Ein Leben für die Party

Helmut Schafzahl ist das Urgestein aus dem ,,Oberbayern". Etwas anderes als mitsingbare Stimmungslieder wollen die Fans von ihm nicht hören

VON NILS MÜLLER

Mallorca - Wohl jeder Deutsche auf Mallorca hat diesen Mann schon mal irgendwie wahr-genommen. Sei es auf Plakaten an der Playa de Palma, im deutschen Fernsehen oder direkt dort, wo er bekannt wurde: im berühmt-berüchtigten Party-Tempel "Oberbayern". Dort sorgt "Helmut aus Mallorca", wie er sich selber nennt, für Stimmung. Und das schon ganz, ganz lange. "Am 22. Juli 2008 bin ich auf den Tag genau 20 Jahre im Oberbayern", erzählt Helmut, der mit bürgerlichem Nachnamen Schafzahl heißt.

Der Österreicher aus der Steiermark hatte wesentlichen Anteil daran, dass sein Arbeitsplatz zum Kult wurde bei denjenigen, die zum Feiern nach Mallorca kommen. Allerdings machte sich der Musiker, der schon als Jugendlicher auf der Bühne Geld verdiente, weniger mit seinem eigentlichen Beruf einen Namen, sondern eher als Stimmungsmacher. So wollten ihn auch in den 90er Jahren die deutschen TV-Teams sehen, die die Playa de Palma in Scharen heimsuchten. "Ich wurde im Fernsehen gar nicht als Musiker gezeigt, sondern nur als Animateur, der die Leute auszieht. Angekotzt hat mich das!"

Hintergrund: Bei Helmut gab es regelmäßig Fleischbeschau. Er moderierte die Miss- und Mister-Wahlen, bei denen der alkoholbedingte Verlust jeglicher Hemmschwellen dafür sorgte, dass die Kandidaten nackig auf der Bühne standen. Diese Wahlen gibt es auch heute noch, sie sind aber inzwischen ein alter Hut.

Helmut Schafzahl feierte am 16. Februar seinen 61. Geburtstag. Aufgewachsen ist er in der Nähe von Graz, lernte Dreher. Diesen Beruf übte er aber nicht lange aus. Musik war sein Leben und mit der Musik wollte er das Geld verdienen. Aber mit was für einer Musik: Stimmungslieder, Par-ty-Mucke, am besten noch etwas zum Mitgrölen. Nervt es nicht manchal, total auf diese Schiene festgelegt zu sein? "Leider Got-tes. Aber meine Plattform ist nun mal diese Stim-mungsmusik. Wenn die Leute zu den Auftritten kommen, dann haben sie überhaupt kein Interesse zuzuhören, wenn man mal auch etwas anderes singt." Im Winter tritt Helmut, der mit Frau Maggie und Sohn Helmut junior (wird im Mai 18) seit einigen Jahren fest an der Playa de Palma lebt, auch regelmäßig im "Bierkönig" auf - und natürlich in den öster-reichischen Skigebieten bei Apres-Ski-Veranstaltungen. Die Musik ist identisch, Helmuts aktueller Song heißt "Wedeln". "Skifahrer wissen, was das ist. Hin- und herrutschen auf der Piste", grinst der Musiker. Seiner Plattenfirma hat er gerade einen anderen Song eingereicht, einen Schlager im aktuellen Sound, der im eigenen Studio entstanden ist. Ob man sowas aber von "Helmut aus Mallorca" wirklich hö-ren will? "Vielleicht werde ich das ja gar nicht singen. Wenn die Plattenfirma sagt, das Lied ist gut, aber für einen anderen Sänger, dann bin ich halt der Produzent." Mallorca ist für Helmut in den vergangenen 20 Jahren sein Zuhause geworden. Dass er irgendwann zurückgeht in die Steiermark, ist unwahrscheinlich. "Da kenne ich ja kaum noch jemanden, außer meiner Mutter und meiner Schwester." Also wird man den fitten Österreicher (spielt Tennis, fährt kürzere Strecken immer mit dem Fahrrad) auch künftig im "Oberbayern" antreffen. Dort trat er früher mit seiner Band, den Dominos, auf, und später als Solo-Künstler. Im vergangenen Jahr konnte man ihn als Sänger, Moderator und auch schon mal hinter dem DJ-Pult erleben - die Kultfigur der Diskothek war einfach da, zur Freude der Fans.

In 20 Jahren auf der Par-tymeile hat Helmut Schaf-zahl viele Veränderungen erlebt. Zwei Einschnitte empfand er als besonders gravierend: "Früher gab es immer und überall Musik, 24 Stunden lang. Dann kam das Musikverbot im Freien nach Mitternacht. Das hat voll reingehauen, ich wurde immer wieder von wütenden Urlaubern angesprochen." Und dann war da noch die Einführung des Euros. "Der Deutsche hat doch gar nicht darauf geachtet, was 1000 Peseten sind. Als der Euro kam, haben sie sich jeden Cent Wechselgeld zurückgeben lassen. Jetzt weiß ich, was der Kaffee kostet, hieß es. Vorher haben sie das nicht gewusst."

22.02.2008

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Bier, Brez´n und Brathenderl

Beim Oktoberfest in Peguera kommt alles aus Bayern – selbst die „Maderln”

VON ANDREA RAU

MALLORCA: Es wird zünftig in Peguera. Und bayerisch. „Etwas, was man so noch nicht auf Mallorca gesehen hat”, sagt Werner Wiedemann von Curry & Co., der das „Erste original Oktoberfest” dort vom 10. bis 14. Oktober ausrichtet. Original deshalb, weil alles aus Bayern angeliefert wird. Zusammen mit Jochen Mörz, einem der größten Bierzeltveranstalter Bayerns, wird er Peguera den blau-weißen Stempel aufdrücken.

2500 Menschen fasst das Fest-Zelt aus München, das in der ersten Oktoberwoche von einer Münchner Zeltmannschaft mit Zeltmeister aufgebaut werden wird, 2000 Außenplätze gibt es. Zum Vergleich: Beim Oktoberfest letztes Jahr fasste das Zelt nur 500 Personen.

Die 30 bayerischen „Maderln”, die hier die Maß stemmen werden, kommen frisch von der Wiesn. Und natürlich kommt auch die Blasmusik-Kapelle, die sich mit einer jüngeren Band abwechseln wird, aus dem Freistaat. „Ich war mit einem Rathausgremium von Calvià im Frühjahr beim Starkbierfest und hab ihnen mal gezeigt, was man alles so braucht. Die waren total fertig!”, erinnert sich Wiedemann mit einem tiefen Lachen.

Natürlich wird es auch kulinarisch ganz bayerisch: Schweinshaxe und Brathenderl, Bratwürste, die frische Käsespezialität „Obatzda”, Weißwürste und Brez'n gibt es. Das Oktoberfest-Bier wird vom staatlichen Hofbräuhaus in München in großen Lastzügen auf die Insel gefahren. „O'zapft is” heißt es dann am 10. Oktober um 11 Uhr. Ab dann fließt das Bier täglich von 11 bis 24 Uhr, die Halbe für 4'80, die Maß für 8'80 Euro.

21.09.2007

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Olympiade: Palma will mitspielen

Große Pläne: Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele 2016 sollen vor Mallorca stattfinden

MALLORCA: Wenn Madrid den Zuschlag für Olympia 2016 erhalten sollte, will auch Palma de Mallorca Austragungsort der Spiele werden – zumindest, was die Segelwettbewerbe anbelangt. Antoni Moragues, Referent für Sport und Jugend der Stadt Palma, äußerte diesen Wunsch gegenüber Mercedes Coghen, Vorsitzende der „Fundació Madrid 2016”.

Moragues versprach der Vorsitzenden der Stiftung jede Unterstützung bei der Kandidatur der spanischen Hauptstadt. Gleichzeitig wiederholte er die Bitte, die „Hauptstadt der Balearen bei allen Veranstaltungen, seien sie sportlicher, kultureller oder gesellschaftlicher Art, mit einzubeziehen”. Die „Fundación Madrid 2016” und das Olympische Komitee Spaniens bereiten derzeit die Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2016 vor. Moragues zeigte sich interessiert an den Vorbereitungen und bekräftigte die Bereitschaft Palmas daran mitzuwirken. „Wir haben das beste Regattagebiet der Welt und ausgezeichnete Erfahrung bei der Organisation von Segel-Regatten”, sagte er.

Vergangene Woche war Moragues bereits bei Alejandro Blanco, dem Präsidenten des COI (Olympisches Komitee Spanien) vorstellig geworden. Blanco, so der Rathaussprecher, habe dem Vertreter der mallorquinischen Hauptstadt bei diesem Treffen versichert, dass „Palma die besten Voraussetzungen für die Segelwettbewerbe bietet”.

Palma war bereits als Austragungsort für die Segelwettbewerbe bei den olympischen Spielen 2012 vorgesehen gewesen. Vor zwei Jahren war Madrid bei der Wahl jedoch knapp London unterlegen. Vor dem Hintergrund der weltweiten Aufmerksamkeit, die Valencia durch die Austragung des America's Cup auf sich zog, fürchtete Palme de Mallorca um seine Rolle bei den Spielen 2016.

Nur wenige Tage nach dem Werbefeldzug Moragues in Madrid eröffnete das IOC das Olympia-Rennen für 2016. Demnach rangiert derzeit der amerikanische Bewerber Chicago vor Tokio – dahinter Rio de Janeiro und Madrid sowie Prag und der arabische Neuling Doha. Das IOC wählt die Olympiastadt 2016 im Jahr 2009. Die Chancen für den Erfolg einer amerikanischen Bewerbung 2016 stehen nicht schlecht, die Aussichten für Madrid sind dagegen, nur vier Jahre nach London, eher gering.

21.09.2007

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Bauboom wie noch nie

Greenpeace kritisiert Mallorca als Vorreiter einer verfehlten Baupolitik

Mallorca - In den vergangenen zehn Jahren ist auf den Balearen so viel gebaut worden wie noch nie. Das geht aus einem Greenpeace-Bericht zum Zustand der spanischen Küste hervor. Demnach seien auf Mallorca seit 1996 zwei Millionen Quadratmeter Boden asphaltiert worden, außerdem seien 16 neue Golfplätze in Planung und 12.159 Wohnungen entstanden. „Mallorca ist damit der Vorreiter einer verfehlten Baupolitik”, kritisieren die Umweltschützer.

13 mallorquinische Gemeinden nennt Greenpeace, in denen entweder massive Baumaßnahmen bevorstehen, oder in denen wegen Korruption im Zusammenhang mit der Vergabe von Baugenehmigungen ermittelt wird. Ausdrücklich genannt werden neben anderen Orten auch Andratx, Santa Margalida, Llucmajor, Calvià, Sóller, Manacor und Palma.

Wird wie geplant weitergebaut, würden in den kommenden Jahren weitere zwei Millionen Quadratmeter asphaltiert und 183.000 neue Wohnungen gebaut, so Greenpeace.

29.06.2007

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Auch an heißen Tagen cool

Schattige Alleen, kühle Altstadtschluchten, Eisdielen und jede Menge klimatisierter Kultur prägen diesen Spaziergang durch Palma

VON KARL-HEINZ EIFERLE

Mallorca - Obwohl das Thermometer bereits am frühen Vormittag knapp 30 Grad anzeigt, besteht keine Hitzschlaggefahr. Durch die engen Gassen der Carrer Sant Feliu dringen nur vereinzelt ein paar Sonnenstrahlen. Und auch unter den Arkaden der Avinguda de Jaume III ist man auf der schattigen Seite. Vermutlich fehlt es dort gerade wegen mangelder Hitze an der südländischen Trägheit. Im Eilschritt, so scheint es, klappern die Menschen die dort ansässigen Geschäfte ab oder werfen einen schnellen Blick in die Schaufenster. Den Geschäftsleuten kommt der Kaufrausch gelegen, denn sie müssen jeden Monat mit die teuersten Gewerbemieten im Land bezahlen.

Auch Spaniens Königin Sofía hilft während ihrer Sommerferien hin und wieder mit, dass die Einzelhändler dort nicht in ihrer Existenz gefährdet sind.

Ausgerechnet der Laden, der sich am meisten vor der Sonne fürchten muss, wird prall beschienen. Das jeden Tag im Jahr geöffnete Kerzengeschäft an der Plaça de L'Hospital verzichtet deshalb in der heißen Jahreszeit auf seine traditionellen Wachsprodukte im Schaufenster und lockt die Kundschaft mit Devotionalien.

Im Garten des Kulturzentrums Misericórdia lässt es sich herrlich unter Bäumen sitzen, bevor es an den auf der Rambla aufgebauten Blumenständen vorbei in Richtung Plaça Major geht. Auch hier schafft es die Sonne nicht, durch das dichte Blätterwerk hindurch den Boden zu berühren.

Oben, auf der Plaça Major, braten dagegen die Touristen. Vermutlich wissen sie nicht, dass man wenige Meter tiefer an der Plaça Weyler oder Plaça del Mercat viel entspannter in einem der Straßencafés relaxen kann.

Vor dem Forn des Teatre, der vielleicht am meisten fotografierten Bäckerei Palmas, quetscht im Schatten ein Mann in osteuropäischen Shorts geschäftsschädigende Dreivierteltakte aus seinem Akkordeon. Gegenüber im Labyrinth der engen Altstadtgassen werden die Gehörgänge aber schnell wieder entmüllt. Bedauerlicherweise begrenzt die akustische Flucht die Zeit für die wirklich sehenswerte Jugendstilperle Gran Hotel auf ein Minimum.

Wem das alles nicht kühl oder cool genug ist, kann auch von einer Galerie zur anderen und von Kulturstiftung zu Kulturstiftung pilgern. Locker ein gutes Dutzend liegen auf dem Weg. Wenn es nicht gerade Montag ist, steht einem kulturellen Klimaanlagenhopping nichts im Wege.

29.06.2007

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„Play for Good”: Charity mit Shakira und Lenny Kravitz

Die Weltstars kommen Ende August nach Mallorca

Mallorca - Zu dem internationalen Charity-Event „Play for Good”, der vom 30. August bis zum 2. September in Camp de Mar stattfindet, sollen Persönlichkeiten aus aller Welt anreisen. Es handelt sich um ein Golfturnier auf dem Platz von Golf de Andratx mit einem exklusiven Rahmenprogramm.

Von den Veranstaltern waren „Weltstars” angekündigt worden (MM 17 und 18/2007). Man scheint Wort zu halten: Wie MM aus dem Organisatorenkreis erfuhr, sei die Verpflichtung zweier Stars jetzt „hundertprozentig” unter Dach und Fach: Latino-Queen Shakira und Rocker Lenny Kravitz werden bei „Play for Good” singen. Auch zwei deutsche Top-Gäste stehen fest: Uwe Ochsenknecht und Til Schweiger haben zugesagt.

Unter dem Claim „Play for Good” knüpft man derzeit ein internationales Netzwerk, um Gutes zu tun. Der erste Event soll Geld für drei Organisationen bringen: für die balearische Kinderkrebshilfe Aspanob sowie für „Millennium Promise” und „Spread the Net”. (nimü)

Mehr Infos im Internet unter www.playforgood.org.

01.06.2007

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Mercedes-Benz: Mit dem richtigen Drive zum Sieg

Am Samstag, 2. Juni, steigt das Golfturnier zum Auto-Event „What a drive!” in Camp de Mar. Viele Promis gehen an den Start, auch Boris Becker hat zugesagt

VON NILS MÜLLER

Mallorca - Seit Freitag stehen rund 20 Roadster und Cabrios aus dem Hause Mercedes-Benz vor dem Clubhaus von Golf de Andratx in Camp de Mar. Gäste des Clubs können sie anschauen und Probe fahren. Die Aktion unter dem Namen „What a drive!” läuft bis zum 29. Juni. Schon an diesem Samstag, 2. Juni, findet aber eines der Highlights von „What a drive!” statt: das „Mercedes-Benz Mallorca Open powered by Play for Good”.

An dem Turnier nehmen viele Prominente teil. Fest zugesagt hat zum Beispiel Boris Becker. Auch Beckers ehemalige Tennis-Kollegen Eric Jelen und Charly Steeb sind dabei. Für TV-Reporterin Estefania Küster wird das Turnier nicht nur wegen des besonderen Ambientes unvergesslich sein. Es ist das erste Mal, dass sie bei einem Turnier mitmacht. Die Fußball-Fraktion wird in Camp de Mar repräsentiert von Andreas Brehme, Krassimir Balakov, Andreas Möller, Dietmar Hamann und Michael Zorc. Auch Ex-Zehnkämpfer Jürgen Hingsen, TV-Produzent John de Mol, die Volksmusikanten Marianne und Michael, die Schauspieler Christian Kahrmann und Uwe Ochsenknecht sowie Popsänger Sasha haben ihr Kommen zum Event zugesagt.

Gestartet wird am Samstag ab acht Uhr morgens, zwischen 80 und 100 Teilnehmer golfen um die Wette. Golf-de-Andratx-Geschäftsführer Stefan Blöcher: „Es soll alles in einem exlusiven Rahmen bleiben.” Das gilt auch für die Abendveranstaltung mit Siegerehrung auf der Terrasse des Clubrestaurants „Campino”.

Tagsüber kommt ein anderes Küchenteam zum Einsatz: Fürs Catering ist das Zwei-Sterne-Restaurant „Tristán” (Puerto Portals) verantwortlich. Blöcher: „Am Halfwayhouse wird vom Feinsten aufgetischt.” Den Machern von Golf de Andratx dient das „Mercedes-Benz Mallorca Open powered by Play for Good” schon einmal als Einstimmung auf den Charity-Event „Play for Good”, der vom 30. August bis zum 2. September stattfindet und viele internationale Berühmtheiten nach Camp de Mar locken soll.

01.06.2007

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Konzert des Jahres: Karten gibt´s ab 24. Mai

Joe Cocker singt am 31. Juli in Palmas Stierkampfarena

Joe Cocker rockt Palma. Wie berichtet (MM 16/07), gibt der Woodstock-Veteran am 31. Juli ein Konzert in Palmas Stierkampfarena. Jetzt haben die Veranstalter Awesome Events S.L. und Co-Promoter Event Consulting International den Starttermin für den Vorverkauf bekannt gegeben: 24. Mai. Bei der MM-Redaktion waren in den vergangenen beiden Wochen diesbezüglich bereits etliche Anfragen eingegangen.

Die Karten zum Preis von 40 Euro werden unter anderem in den Kaufhäusern El Corte Inglés, dem Plattenladen Xocolat und beim Inselradio in Palma zu haben sein.

Wer den legendären Musiker nicht nur auf der Bühne, sondern auch in gemütlicher Atmosphäre live erleben möchte, kann sich eine VIP-Karte sichern. Die wird nämlich auch zum Eintritt für die After-Show-Party im Puro Beach Club in Can Pastilla berechtigen. Auch für das Konzert in der Stierkampfarena sollen VIP-Logen eingerichtet werden.

Das Konzert in Palma ist Teil von Cockers Europa-Tournee zum neuen Album „Hymn For My Soul”, seit ein paar Wochen auf dem Markt. Der Auftritt am 31. Juli ist der zweite Mallorca-Gig des legendären Musikers. Vor knapp zehn Jahren hatten rund 10.000 Fans der rauesten Stimme des internationalen Musikgeschäfts gelauscht.

04.05.2007

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Premiere: Autovermieter „Hasso” bietet die ersten 400 Nichtraucherwagen auf Mallorca an



Premiere auf Mallorca: Zum ersten Mal gibt es Nichtraucher-Mietwagen auf der Insel. Wie der Chef des Autovermieters „Hasso”, Estanislao de Mata, bekannt gab, habe das Unternehmen 400 Opel Corsa eingekauft, die allesamt zu Nichtraucher-Wagen deklariert wurden: „Sie sind mit einem Nichtraucher-Schild gekennzeichnet und weder mit Aschenbecher noch Zigarettenanzünder ausgestattet.”

Die Idee habe sich Weihnachten 2006 in Deutschland ergeben, als die Diskussion um den Nichtraucher-Schutz einmal mehr für Zündstoff sorgte. „Wir wollten mit unserer Aktion auch ein erstes Zeichen in Richtung Umweltschutz setzen”, so Estanislao de Mata. „Denn unser Plan, zunehmend ökologisch ausgerichtete Mietwagen auf Mallorca anzubieten, gestaltet sich zwangsläufig als ein etwas langwierigerer Prozess.” Autos mit umweltfreundlichen Dieselmotoren und Filtern seien noch vorrangig in der höheren Mittelbis Oberklasse zu finden, bei Kleinwagen hingegen selten. „Und wir müssen natürlich dafür sorgen, dass die Autos für unsere Kunden bezahlbar bleiben.”

Das Nichtraucher-Auto sei ein erster Schritt, „ein bisschen frische Luft auf die Insel zu bringen”. Immer mehr deutsche Kunden – die rund 80 Prozent der Hasso-Klientel ausmachen – hätten im Laufe des letzten Jahres nach rauchfreien Autos gefragt: „Klar – bei Klimaanlage und geschlossenen Fenstern setzt sich der Qualm hartnäckig fest.” Als dann der Neueinkauf – 400 Opel Corsa – bei Hasso eintraf, war die Sache beschlossen: „Es mussten ja Neuwagen sein.”

Das Angebot kommt bei den Kunden prima an. Setzt sich der Trend fort, plant der Hasso-Chef, das Projekt 2008 auszubauen: „Langfristig könnten wir bis zu 80 Prozent unserer rund 2000 Mietwagen rauchfrei anbieten.” Aber „vergraulen” will er die Raucher unter den Kunden nicht. Und: Es gibt auch Unverbesserliche. Sie ordern einen Nichtraucherwagen – und hinterlassen im Auto eine ausrangierte Glasflasche. Voll mit Kippen.

04.05.2007

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Hernando lässt die Promis tanzen

Im Barracuda in Port d´ Andratx rocken sie alle ab: Claudia Schiffer, Estefania, Dieter Bohlen oder die Heroes de Silencio

VON ANDREA RAU

Mallorca - „Claudia war immer 'ne Show. Wenn sie hier getanzt hat, mussten wir die Leute zurechtweisen, denn jeder wollte natürlich in ihrer Nähe sein”, erzählt Gines Hernando und muss schmunzeln. „Sie kam auch mal mit David Copperfield. Leider hat er nicht gezaubert – das hätte mir natürlich besonders gefallen.” Gines Hernando ist der Vater jeder durchtanzten Nacht im Hafenstädtchen Port d' Andratx. Bei ihm rocken sie alle ab: In seiner kleinen Diskothek Barracuda, die sich neben Maklerbüros, Boutiquen und Cafés einreiht, geht die Party weiter, wenn die anderen Clubs schließen.

Die Schönen und Reichen, die Prominenten wie die Unbekannten, die Jungen wie die Alten, die Engländer, die Spanier, die Deutschen: Das Barracuda ist ein nächtlicher Schmelztiegel.

Heimelig wirkt der dunkle Raum, kleine Sofaecken laden zum Fläzen ein, wenn man vom Tanzen müde geworden ist. Die Abende im Barracuda sind themenorientiert; mittwochs ist Club 21, donnerstags Disco-Fever mit Liedern der 70er und 80er Jahre, freitags sind Special Events wie Flowerpower-Party oder brasilianische Nacht, samstags läuft viel House. Ab 10. Juni, wenn das Städtchen voller tanzwütiger Urlauber ist, bis Mitte September, öffnet Hernando sogar jede Nacht ab 23 Uhr die Türen.

1991 hat der 53-Jährige die Diskothek übernommen – damals gab es noch zwei weitere Clubs – heute ist das Barracuda der letzte Mohikaner des Andratxer Nachtlebens. „Und ich bin ein Dinosaurier in diesem Business”, meint Hernando nachdenklich. Mit 20 Jahren hat er das Nachtleben für sich entdeckt, arbeitete in der Diskothek „Le Privée” in Mini Folies. „Heute stehen da, wo die Diskothek war, Apartmentblocks – daran sieht man, wie Port d'Andratx tickt.”

Der Mann in seiner marineblauen Strickjacke und dem ernsten Ausdruck im Gesicht hat nichts von einem Diskothekenbesitzer, wie man ihn sich vorstellen würde. „Für mich ist es eine Arbeit wie jede andere auch. Das Wichtigste ist, sich immer von Drogen zu distanzieren. Man muss auf sich achten. Die Nacht, das hält nicht jeder aus”, sagt er.

Hernando ist Perfektionist. Einer, der jede Nacht selbst vor Ort ist, um mit Adleraugen nach dem Rechten zu sehen: „Ich bin es, der um sechs Uhr schließt – niemand anders.” Von vielen Gästen weiß er, was sie am liebsten trinken, viele bestellen gleich flaschenweise Wodka und Champagner. Oder er weiß, welchen Musikgeschmack sie haben – ab und an gibt er dem DJ dann den entsprechenden Wink. Für Claudia Schiffer ließ er ihren Lieblingssong von Peter Gabriel auflegen, „nur bei Dieter Bohlen lagen wir mal daneben. Wir haben Modern Talking angespielt, als kleinen Gag, um ihm Aufmerksamkeit zu zollen. Leider ging der Schuss nach hinten los – er war nicht so begeistert. Ob er seine Stimme selbst nicht mag?”, erinnert er sich.

Wer Prominenten beim Hüftschwung zuschauen will, sitzt auf einem Barracuda-Sofa in der ersten Reihe. Die Heroes de Silencio haben hier schon die Nacht zum Tag gemacht, oder Ana Torroja, eine spanische Legende – Sängerin der Band Mecano, die in den 80er Jahren Furore machten.

Gründonnerstag etwa drehte Estefania mit Pino Persico ausgelassen auf seiner Tanzfläche ihre Runden, schon Silvester hatten sie hier auf das neue Jahr angestoßen. Hier fühlen sich die Stars und Sternchen weitgehend unbeobachtet: Oft weiß Hernando selbst nicht, welchen deutschen Prominenten er gerade wieder als Gast hat, weil er ihn als Spanier einfach nicht kennt. „Dann erklären mir die Gäste, dass da wieder der und der aus dem deutschen Fernsehen auf der Coach sitzt”, erzählt er gelassen. „Wer weiß”, ergänzt er mit einem Lachen, „vielleicht sollte ich es wegen der Kontakte einfach auch mal so machen wie alle anderen – und das Golfspielen anfangen?”

12.04.2007

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„Ballermann war besser”

Studie der Ruhr-Universität Bochum warnt vor den negativen Folgen des „Qualitätstourismus” für die Umwelt

Mallorca - Der traditionelle Massentourismus auf Mallorca ist umweltschonender als der propagierte Qualitätstourismus. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie der Ruhr-Universität Bochum, die am Dienstag vorgestellt wurde. Unter dem Titel „Ballermann war besser” untersuchte der Geographie-Professor Thomas Schmitt die Auswirkungen des Golf–, Nautik– und Residenztourismus auf die Insel. Dabei wurden insbesondere die Flächennutzung, der Wasserverbauch und die Folgen für die Landschaft und die Biodiversität der Insel unter die Lupe genommen.

Unter ökologischen Aspekten sei der pure Massentourismus aufgrund seiner räumlichen Beschränkung auf wenig Fläche an der Küste, etwa in Arenal und Magaluf, eindeutig umweltverträglicher gewesen als das mallorquinische Modell des Qualitätstourismus, sagte Schmitt. „Der große Unterschied zwischen traditionellem Massen– und neuem Prestigetourismus besteht darin, dass der Massentourismus sehr viel höhere Einnahmen bei gleichzeitig sehr viel geringerem Landschaftsverbrauch erzielt.”

In Schmitts Kritik geraten der Nautik- und der Golftourismus. Yachthäfen trügen zur Erosion von Sandstränden, Golfplätze zum Landschaftsverbrauch bei. Besonders der Residenzialtourismus sei von seinem Flächenverbrauch her „die wohl aggressivste Tourismusform auf Mallorca.”

Mit Luftaufnahmen wird die Versiegelung der Flächen durch Zweitwohnsitze bei Santa Ponça seit 1960 dokumentiert. Pools und Gartenbewässerung würden den Wasserverbrauch im Sommer verdoppeln. Allein im Raum Calvià sei die Zahl der Schwimmbecken in den Jahren 1990 bis 2004 von 173 auf 634 gestiegen. Mit negativen Folgen für die Umwelt wie dem Absinken des Grundwasserspiegels und der Versalzung der Brunnen.

Der Studie zufolge wäre es ökologisch und raumplanerisch verantwortungsvoll, die Wassersituation als „natürlichen begrenzenden Faktor der Bevölkerungsund Beherbergungskapazität Mallorcas” anzusehen. „Unter diesem Aspekt hätte die Bevölkerungs– und Siedlungsentwicklung auf Mallorca ihre Grenzen längst erreicht.” Lösungen, so Schmitt, seien schwierig. Wichtig wäre es, weiteren Flächenverbrauch zu stoppen, indem man etwa bestehende Siedlungsgebiete attraktiv saniert.

12.04.2007

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Licht aus

Mondfinsternis über Mallorca am kommenden Samstag, 3. März

Gutes Wetter vorausgesetzt, ist an diesem Samstagabend über Mallorca eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Dass der Mond vorübergehend im Schatten der Erde verschwindet, passiert zwar recht häufig, ähnlich günstige Voraussetzungen wie diesmal wird es laut Experten aber erst im Jahr 2029 wieder geben. Denn das Spektakel beginnt zur besten Zeit: um 21.26 Uhr. Der Höhepunkt der Mondfinsternis ist dann um 0.20 Uhr erreicht.

Das Phänomen ist mit bloßem Auge sichtbar. Zunächst wird der Erdtrabant in den Halbschatten der Erde eintreten, gegen 22.30 Uhr erreicht er dann den Kernschatten. Völlig verdunkelt soll er dann von 23.43 bis 0.58 Uhr sein. Wegen des Restlichts, das auch dann noch an der Erde vorbei gelangt, leuchtet der Mond rötlich. Gegen 3.25 Uhr in der Frühe ist er wieder in vollem Licht zu sehen.

Wer das Erlebnis hautnah miterleben möchte, kann sich auch ins Planetarium bei Costitx aufmachen und die Aussicht genießen, die die Großteleskope liefern. Zu dem Zweck wird dort am Samstagabend eine Großbildleinwand aufgebaut. „Das Besondere ist diesmal, dass die Mondfinsternis nicht mitten in der Nacht an einem Wochentag stattfindet, sondern am Samstagabend”, sagt ein Mitarbeiter des Planetariums.

Diese Mondfinsternis ist die erste von zweien in diesem Jahr. Laut Experten wird es das Phänomen in diesem Jahrhundert insgesamt 85-mal geben. Eine solche Ballung gab es zuletzt im 15. Jahrhundert. Nicht alle sind von jedem Ort aus zu sehen, diesmal bieten Südeuropa und Teile Afrikas besonders gute Aussichtspunkte.

Und auch aus meteorologischer Sicht steht einem ungetrübten Vergnügen nichts im Wege: Für Samstag prognostiziert das balearische Wetterzentrum lediglich leichte Bewölkung.

02.03.2007

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Die „Residencia” ist passé

In einem Monat gibt es den Ausländerausweis für EU-Residenten nicht mehr

VON JONAS MARTINY

Jetzt ist es schwarz auf weiß nachzulesen: Die „Tarjeta de residente” wird abgeschafft. Wie berichtet hatte der Ministerrat am 16. Februar ein entsprechendes Dekret verabschiedet. Der Text ist am Mittwoch im Gesetzblatt erschienen und tritt in einem Monat in Kraft, am 28. März.

Aus Artikel 7 des Dekrets geht hervor, dass sich EU-Ausländer, die länger als drei Monate in Spanien leben wollen, in ein „Ausländerregister” eintragen lassen müssen. Die zuständige Behörde stellt dann ein Zertifikat aus. Die „Residencia” können EU-Ausländer nicht mehr beantragen, wenn das Dekret in Kraft ist – eine Tatsache, die verschiedene Reaktionen hervorruft.

Zwar ist der Ausländerausweis für Arbeitnehmer aus der EU schon seit Jahren nicht mehr Pflicht (ausgenommen waren Rentner), in vielen Alltagssituationen ist sie aber doch nützlich und wird darum noch immer von vielen Residenten beantragt. In Zukunft steht Residenten als Ausweisdokument nur noch der Reisepass zur Verfügung. Anträge auf Ausstellung einer „Residencia”, die vor Inkrafttreten des Dekrets beim zuständigen Ausländerbüro eingehen, sollen auf Wunsch noch bearbeitet werden.

Unter dem Hinweis, das Dekret müsse nun zunächst geprüft werden, wollten sich weder Palmas Ausländerbehörde noch das deutsche Generalkonsulat in Barcelona äußern.

Das zuständige Ausländerbüro liegt im Polígono Levante in Palma.

C/ Ciudad de Queretaro s/n, Tel. 971-989170.

02.03.2007

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Golf-Touristen geben am meisten aus

Aber auch satte Zuwächse bei Seglern und Radlern

Golfen, Segeln oder Rad fahren – diese Sport– und Freizeit-Schwerpunkte liegen nach wie vor im Trend und locken Jahr für Jahr mehr Special-Interest-Touristen auf die Insel. Die Zuwächse machen sich sowohl in den gestiegenen Gästezahlen als auch in den höheren Einnahmen bemerkbar. Das ergeben die Daten des Statistik-Jahrbuchs 2006, das vom balearischen Tourismusministerium jetzt vorgelegt wurde.

Die Zahl der Urlauber, die für ihren Aufenthalt Motoryachten oder Segelboote chartern, erhöhte sich im Vorjahr um 5'9 Prozent auf 292.800 Personen. Sie blieben im Schnitt 14'1 Tage auf den Inseln und gaben pro Tag 140'3 Euro aus (plus 3'2 Prozent). Die Einnahmen der Balearen durch den Nautik-Tourismus stiegen um 8'9 Prozent auf 460'35 Millionen Euro.

Auch in Sachen Golf wurden 2006 mehr Besucher auf den Inseln registriert. Ihre Anzahl erhöhte sich um 3'5 Prozent auf 107.300. Die Golfer verweilten im Mittel 9'9 Tage auf den Inseln und gaben durchschnittlich 201 Euro pro Tag aus, plus 2'3 Prozent. Die Einnahmen aus dem Golf-Tourismus erhöhten sich um 5'8 Prozent auf 167'15 Millionen Euro.

Deutliche Zuwächse verzeichnete auch der Radsport. 2006 radelten rund 84.752 „Cicloturistes”, wie sie auf Catalán offiziell bezeichnet werden, über die Inseln. Das waren 4'4 Prozent mehr als in 2005. Wenn die Radler nicht in die Pedale traten, entspannten sie sich im Schnitt 9'7 Tage in den Hotels des Archipels. Dabei gaben sie am Tag im Mittel 101'80 Euro aus (plus 3'5 Prozent). Insgesamt füllten die Radler die Kassen der Inseln mit 60'75 Millionen Euro, plus 7'8 Prozent.

Einen relativen Rückgang gibt es nach den vorläufigen Angaben der balearischen Hafenbehörde indes beim Kreuzfahrt-Tourismus. Zwar stieg die Zahl der Passagiere insgesamt um 3385 auf 1'06 Millionen. Auch nahm die Anzahl der Urlauber zu, die ihre Kreuzfahrt auf den Balearen beginnen oder beenden. Dagegen legten weniger Kreuzfahrer auf Durchreise einen Landgang auf den Inseln ein. Die Einnahmen der Inseln sanken um 2'2 Prozent auf 71'78 Millionen Euro

16.02.2007

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Palma: Metro fährt ab April

U-Bahnbahnhof an der Plaça Espanya fast fertiggestellt – Kosten belaufen sich auf 132 Millionen Euro>

Noch im März soll der erste Zug am neuen Zentralbahnhof Palmas an der Plaça d'Espanya einlaufen – Knotenpunkt für Metro-, Bus- und Bahn-Linien. Die Arbeiten an dem 132 Millionen Euro teuren Makro-Projekt seien fast abgeschlossen, sagte Bauministerin Mabel Cabrer bei einem Ortstermin. Die Tageszeitung „Ultima Hora” hatte die Baustelle gemeinsam mit Cabrer vor einigen Tagen besucht und die ersten Bilder veröffentlicht.

Der Zentralbahnhof gliedert sich auf in fünf Bahngleise sowie einen separaten Metro- als auch Busbereich. Letzterer wird voraussichtlich erst im September fertiggestellt werden. Die Metro soll bereits ab April fahren – für diesen Monat sind erste Probeläufe vorgesehen.

02.02.2007

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Sankt-Peters-Kapelle: Für die Ewigkeit gemacht

Medienrummel zur Präsentation der neu gestalteten Sankt-Peters-Kapelle in Palmas Kathedrale durch den weltberühmten mallorquinischen Künstler Miquel Barceló. Einweihung an diesem Freitag, 2. Februar, im Beisein des spanischen Königs

Der Mallorquiner Miquel Barceló ist der wichtigste und teuerste lebende spanische Künstler. Der 49-Jährige gestaltete die Sankt-Peters-Kapelle in der Kathedrale von Palma völlig neu – und König Juan Carlos persönlich kommt zur Einweihung des Jahrhundertwerks. Der Monarch besucht auch das Museum Es Baluard mit der gewaltigen Skulptur „Der Stier” von Santiago Calatrava.

02.02.2007

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Mallorca wird schneller

Die Insel wächst immer enger zusammen – dem Straßenbau sei dank. Weit mehr als 200 Millionen Euro hat die Regierung in vier Jahren in die Infrastruktur gepumpt. Glücklich sind damit aber nicht alle. Mallorca verändert sein Gesicht

Mallorca wächst immer mehr zusammen: In den letzten vier Jahren entstand ein hochmodernes Netz neuer Straßen und Autobahnen; 200 Millionen Euro wurden vor allem in Großprojekte investiert. Die Fahrzeit in den Norden, Osten und Westen wurde viel kürzer, der Ausflug an entfernte Küsten zum Katzensprung. Bislang verschlafene Orte im Inselinnern erleben einen ungeahnten Immobilienboom. Viele Menschen, Einheimische wie Urlauber, sind jedoch enttäuscht – Mallorca habe sein Gesicht zu stark verändert.

05.01.2007/b>
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Tourismusjahr 2006 brach alle Rekorde

Zwölf Millionen Besucher, elf Milliarden Euro an Einnahmen, Fluggäste wie nie zuvor und Spitzenpositionen bei Belegung, Übernachtungen und Beschäftigten

Mehr Urlauber und mehr Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft als je zuvor – das ist die Rekordbilanz des Jahres 2006. Erstmals wurde bei den Besuchern die Zwölf-Millionen-Marke, bei den Einnahmen die Elf-Milliarden-Euro- Schwelle überschritten.

Diese Zahlen, die die Balearen-Regierung Ende vergangener Woche vorstellte, beruhen auf den gesicherten Daten der ersten elf Monate 2006 sowie den provisorischen Zahlen für Dezember. Danach besuchten von Januar bis November 12'273 Millionen Urlauber auf dem Luftweg die Inseln. Das sind 7'4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Fast gleich hoch fiel der prozentuale Anstieg bei den Einnahmen aus: Sie erhöhten sich in den elf Monaten des vergangenen Jahres um 7'3 Prozent auf 10'993 Milliarden Euro. Nach den Vorhersagen der Regierung wird der Betrag unter Einbeziehung der vorläufigen Dezemberdaten die elf Milliarden überschreiten.

Der Aufwärtstrend Mallorcas hat sich damit gefestigt, die Talsohle der Jahre 2002 bis 2004 ist durchschritten. Allein das Jahr 2005 hatte bereits ein Besucherplus von fünf Prozent gebracht.

Zum Reisekönig auf den Balearen wurden erneut die Deutschen mit 3'9 Millionen Besuchern von Januar bis November. Das ist ein Plus von 6'1 Prozent. Die Briten stellten 3'3 Millionen Besucher (plus ein Prozent), die Festland-Spanier 2'28 Millionen (plus 22 Prozent).

Dem Trend zu mehr Besuchern entsprechend entwickelten sich auch die übrigen Wirtschaftsparameter positiv: Die Belegungsquote in den Hotels betrug im Schnitt 75'8 Prozent. Damit lag sie um 3'8 Punkte höher als in den ersten elf Monaten 2005. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 6'9 Prozent auf 122'5 Millionen. Die Branche beschäftigte im Schnitt 75.116 Mitarbeiter, 2'9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2005.

Ein neuer Rekord kündigte sich seit November auch am Flughafen Palma an. Dort wurden in den elf Monaten des Jahres bereits mehr Passagiere registriert als im gesamten Vorjahr 2005. Damals starteten und landeten 21'2 Millionen Menschen auf dem Airport Son San Joan. 2006 waren es nach vorläufigen Zahlen 22'2 Millionen Fluggäste. Das bedeutet eine Steigerung von rund einer Million Reisenden beziehungsweise fünf Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr.

05.01.2007

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Über Cala Rajada nach Peking

„Champions Club”: Junge Sportler auf dem Weg zu Olympia

VON NILS MÜLLER

Mallorca als Belohnung für erreichte Ziele – zum dritten Mal fand in Cala Rajada der „Champions Club” des „Verbundnetzes für den Sport” statt. 22 junge Athleten bezogen eine Woche Quartier im Hotel S'Entrador Playa. Höhepunkt der von Reiseveranstalter „XXL Travel Team” organisierten Woche war am Samstag die „Puma Challenge”. Viel Sport-Spaß am Strand und rund um den Hotel-Pool: Vier Teams versuchten Bestleistungen im Tauziehen, Sandgolfen, Schießen, Tischtennis und Bobby-Car-Fahren zu erbringen. Zum Abschluss wurden dann Pool-Spielchen angesetzt. Immer mit dabei: Fünf Ex-Olympiasieger.

Bei dem Projekt „Verbundnetz für den Sport” handelt es sich um eine Initiative der „Verbundnetz Gas AG” (VNG) aus Leipzig. Auf Initiative des VNG-Marketing-Direktors Wolfgang Zöllner, der jetzt in den Ruhestand geht, fördert man in den neuen Bundesländern seit 2004 mehr als 100 junge Sportler. Ziel: 2008 möglichst viele Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in Peking zu stellen.

Fest in der Verbundnetz-Idee verankert ist die Rolle der „Paten”, die den Nachwuchssportlern zur Seite stehen und mit ihrer Erfahrung helfen sollen. In Cala Rajada dabei waren: Frank-Peter Roetsch (Doppel-Olympiasieger im Biathlon 1988), Kerstin Förster (Ruder-Olympiasiegerin 1988), Uwe-Jens Mey (Olympiagold im Eisschnelllauf '88 und '92), Jens Weißflog (insgesamt drei olympische Goldmedaillen im Skispringen 1984 und '94) sowie Bahnradfahrer Robert Bartko (zweimal Olympia-Gold 2000), der das Projekt als noch aktiver Sportler beratend begleitet.

Ebenfalls Paten, aber diesmal nicht dabei: Hartwig Gauder (Olympiasieger im Gehen 1980) und Ex-Boxstar Sven Ottke.

13.10.2006

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Winter-Putz für die Playas

Während die Insel-Strände im Sommer fast täglich gereinigt werden, häufte sich im Winter bislang der Unrat. Das soll jetzt anders werden: Die Regierung setzt Putzkolonnen ein, damit die Playas auch für Wintergäste ein tadelloses Bild abgeben

Im Sommer hui, im Winter pfui: An Mallorcas Stränden sammelten sich bislang im Winter Müll und Algen an. Das soll sich ändern: Putzkolonnen werden künftig das ganze Jahr über an den wichtigsten Playas eingesetzt, um Flaschen, Plastikabfall und Büchsen einzusammeln.

06.10.2006

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Weggeworfene Kippe kostet 3000 Euro

Die Stadtverwaltung von Manacor hat eine Verordnung zum Schutz öffentlicher Einrichtungen beschlossen, die hohe Geldstrafen vorsieht. So können die „Multas” für sehr schwere Vergehen bis zu 3000 Euro betragen. In diese Kategorie fällt etwa das Wegwerfen einer Zigarettenkippe auf einem Kinderspielplatz. Auch wer dort beim Gassigehen mit seinem Hund erwischt wird, muss mit der Höchststrafe rechnen.

Bei leichten Vergehen liegt die Geldstrafe zwischen 50 und 750 Eu ro. Dazu gehören etwa das Blumenpflücken und das Auf-Bäume-Klettern in öffentlichen Parks. Als schwere Vergehen gelten das unberechtigte Aufhängen von Plakaten und die Entsorgung von Hausmüll in öffentlichen Abfalleimern (Strafen zwischen 750 und 1500 Euro).

Nicht nur die Lokalpolizei kann Verstöße anzeigen, sondern jeder Bürger. Sollten sich Anschuldigungen jedoch als völlig unbegründet herausstellen, muss der Denunziant die Verwaltungskosten tragen.

Derweil hat die Stadtverwaltung eine Investition von 850.000 Euro beschlossen. Mit dem Geld soll die Fahrbahndecke mehrerer mehrer Strassen ausgebessert werden. Geplant ist eine Renovierung der Strassen nach Artà und Son Muntaner.

06.10.2006

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Fünf Millionen Passagiere mit Air Berlin in Palma

Zuwachs in zwölf Monaten (Stichtag: 1. September) beträgt 15 Prozent

Eine Pressekonferenz der Air Berlin ist in Palma immer ein Heimspiel. Die nach der Lufthansa zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands ist Marktführer am Airport Son Sant Joan und damit die aufkommensstärkste Luftbrücke Mallorcas von und nach Deutschland, Österreich und der Nordschweiz. Insgesamt verbindet Air Berlin Palma mit 45 Zielen in Europa.

Dementsperechend groß war der Andrang spanischer Journalisten am Donnerstag vergangener Woche bei der jährlichen September-Zusammenkunft in Palma. Rund 30 Medientätige, darunter diverse TV-Teams, fingen mit ihren Kameras den Air-Berlin-Statthalter für Südeuropa, Álvaro Middelmann, im Bild ein.

Die Zahlen, die der Flug-Direktor zu verkünden hatte, bestätigen das Wachstum, das Air Berlin Quartal für Quartal vermeldet. Allein in den vergangenen zwölf Monaten (Stichtag 1. September) sind erstmals fünf Millionen Passagiere mit Air Berlin auf den Balearen gelandet oder gestartet. Die Steigerung betrug den Angaben zufolge 15 Prozent. Eine Prognose für das laufende Kalenderjahr lehnte Middelmann unter Verweis auf die Notierung der Fluggesellschaft an der Frankfurter Börse ab.

Wie bereits berichtet, wird Air Berlin in diesem Winter von Palma aus erstmals Flüge in die nordspanische Stadt Oviedo sowie zum Flughafen Bergamo bei Mailand anbieten. Seit April wurden auf den Flügen von und zum spanischen Festland über 800.000 Reisende registriert.

Nach Middelmanns Worten werden die Flugverbindungen nach Menorca und vor allem Ibiza verdichtet. Hintergrund ist der Zuschlag, den Air Berlin für eine Ausschreibung der Balearen-Regierung erhielt. Im Rahmen des staatlichen Programms für Senioren-Reisen („Pla Oci 60” / „Imserso”) werden die Flieger die rüstigen Wintergäste befördern.

29.09.2006

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„Die besten Zahlen der Tourismus-Geschichte”

Bis September kamen 8,788 Millionen Urlauber auf die Inseln

In den ersten acht Monates des laufenden Jahres haben 8'788 Millionen Touristen die Inseln besucht. Die Gesamtzahl der Übernachtungen betrug 87'6 Millionen. Das sind 7'4 Prozent mehr Urlauber und 11'1 Prozent mehr Übernachtungen, als in den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres registriert wurden. Die Zahl der deutschen Urlauber nahm um 5'8 Prozent zu.

Der balearische Tourismusminister Joan Flaquer (PP) nannte diese Entwicklung „herrlich”. Die bisherige Steigerung lasse darauf schließen, dass das laufende Jahr „die besten Tourismuszahlen der Geschichte” der Insel erreichen und damit das Rekordjahr 1999 übertreffen werde. Für 2007 seien die Aussichten ebenfalls „gut”.

Im Vergleich zu Januar bis August 2005 kamen per Flugzeug rund 600.000 zusätzliche Besucher auf die Inseln geflogen. Seit 2002, dem letzten Jahr der linken Vorgängerregierung, seien 1'19 Millionen zusätzliche Urlauber auf den Inseln registriert worden. Die konservative Regierung habe ihr Versprechen erfüllt und den Verlust an Besuchern wieder umgekehrt. Dazu haben laut Flaquer nicht nur Umbuchungen von Türkei-Reisenden beigetragen. Die Balearen hätten ihr Image aufpoliert. Der Neugewinn an Gästen sei auf den Inseln höher als in den anderen Regionen Spaniens.

29.09.2006

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Plastiktüte hat ausgedient

Gestrichene Verbindungen, verspätete Flüge, verschärfte Kontrollen. Auch Palmas Airport blieb von den Auswirkungen des Terroralarms vergangener Woche in London nicht verschont. Gleichwohl hielten sich die Beeinträchtigungen in Grenzen

Eine Woche nach den vereitelten Terroranschlägen auf dem Flughafen von London hat sich der Luftverkehr von Palma nach England wieder normalisiert. Zu Wochenbeginn wurden die Sicherheitsbestimmungen im Vereinigten Königreich gelockert. Die Behörden bleiben jedoch wachsam.

18.08.2006

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Alltagshilfe naht

Balearen-Regierung richtet Anlaufstelle für EU-Bürger ein. Leiterin verspricht Infos auf deutsch

Ein paar Tische und einen Telefonanschluss gibt es schon, die Sekretärin hat ihren Posten bezogen – aber den Betrieb nimmt die neue Beratungsstelle der Balearen-Regierung erst im September auf. Bis dahin hat Kate Mentink noch einiges zu tun. Die Schottin ist Chefin der neuen Hilfsgruppe, weiterhin aber auch Tourismus-Dezernentin in Calvià.

„Auf mich kommt viel mehr Arbeit zu”, sagt Mentink. „Ich habe aber eine fähige Mannschaft zur Verfügung. Es wird schon alles klappen.” Jetzt ist sie dabei, ihr Team zusammenzustellen, das das neue Beratungsangebot für EU-Bürger leisten soll. Neben ihr und der Sekretärin werde es zwei Angestellte ge ben. Beratungssprachen sind neben Spanisch zunächst einmal auch Englisch und Deutsch. Weitere Sprachen würden später angeboten.

Geplant sind laut Mentink Infoveranstaltungen, es soll eine eigene Internet-Seite und persönliche Beratung geben. „Jeder kann kommen”, sagt Mentink. „Allerdings erst, wenn wir die Arbeit endgültig aufgenommen haben.” Bisher gibt es noch kein Klingelschild dort, wo die Beratungsstelle ihren Sitz hat: An der Calle Alfred Bonet Nr. 6 in Palmas City (erste Parallelstraße nördlich der Avenida Alemanya).

Beratung soll das neue Team, das dem Immigrations-Ministerium untersteht, in verschiedensten Bereichen bieten: Bei Fragen zu Steuern, Verkehr, Wohnungskauf, Um- und Anmeldung, Firmengründung. Mentink: „Wir wollen helfen. Gratis, korrekt und in der Muttersprache.” Laut Balearen-Regierung ist dies die Reaktion auf den erheblichen Beratungsbedarf unter EU-Residenten auf den Inseln.

Diese wenden sich bei Schwierigkeiten bisher meist zuerst an die Auslandvertretungen ihrer Heimatländer, die aber oft nicht zuständig sind. „In diesen Fällen können wir jetzt eine Ansprechstelle nennen”, sagt Karin Köller, deutsche Konsulin in Palma. Einen kleinen Vorbehalt hat sie aber doch: Die Schlangen vor der Ausländerbehörde werden durch die neue Beratungsstelle nicht kürzer. (jm)

18.08.2006

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„Es regnet Touristen”

Das launische Wetter lockt die Urlauber zur Shoppingtour nach Palma

Dass es bereits fortgeschrittener August ist, scheint der Wettergott hin und wieder zu vergessen. Regen und Sonnenschein im Wechsel mit Sturm und Hagel führten in den vergangenen Tagen teilweise zu Aprilwetter, Verwirrungen bei den Urlaubern und zu Überstunden bei Feuerwehr und Seenotrettung.

Am Samstag standen viele Straßen in Colònia de Sant Jordi unter Wasser, zahlreiche Garagen liefen voll. 16 Liter Regen fiel schlagartig pro Quadratmeter vom Himmel. Nur in Bunyola schüttete es mit 18'2 Litern noch toller. Einen Tag zuvor fegte ein heftiger Sturm über die balearischen Gewässer. 20 Sportboote wurden zum Teil schwer beschädigt. Vor Ibiza sanken zwei Yachten. Keiner der Wassersportler wurde verletzt.

Tausende Blitze gingen über Mallorca nieder und sorgten für diverse Stromausfälle. Auch in Palma gingen zeitweise die Lichter aus. Das fast tropische Klima mit immenser Luftfeuchtigkeit und Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke änderte sich schlagartig. Mit Tiefstwerten um über fünf Grad niedriger als vor den Unwettern war es nachts sogar verhältnismäßig frisch.

Waren viele Strände aufgrund der Wetterkapriolen leergefegt, boomte Palma. In den Shoppingmeilen der Innenstadt war fast kein Durchkommen möglich. „Es regnet Touristen”, spottete manch Palmesaner.

11.08.2006

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Drei Millionen Fluggäste im Juli

Neuer Rekord am Airport Son Sant Joan in Palma

Zum zweiten Mal in seiner Geschichte sind an Palmas Airport Son Sant Joan innerhalb eines Monats über drei Millionen Passagiere gezählt worden. Der vergangene Juli brach alle Rekorde, als 3'058 Millionen Menschen starteten und landeten.

Die magische Drei-Millionen-Schwelle war erstmals im August 2005 überschritten worden. Damals wurden 3'015 Millionen Fluggäste gezählt. Nun ist es erstmals ein Juli-Monat, in dem mehr als drei Millionen Menschen in Palma registriert wurden. Das sind im Vergleich zum Vorjahresmonat 163.660 Reisende mehr. Für den laufenden August werden nach Angaben des Flughafens 3'1 Millionen Passagiere prognostiziert.

Verantwortlich für den Zuwachs sind mehr Touristen und mehr Zweitwohnungsbesitzer, die per Flugzeug auf die Insel reisten. Die Zunahme macht sich auch in der Bettenbelegung der Hotels deutlich: Nach Angaben des Verbandspräsidenten der Hotelketten, Francisco Miralles, liegt die Auslastung der Übernachtungsbetriebe um fünf bis acht Prozentpunkte über denen des Vorjahres. Neben den Reisenden aus Deutschland und vom spanischen Festland kommen wieder mehr Urlauber aus Großbritannien nach Mallorca.

Der Zuwachs bei den Passagierzahlen in Son Sant Joan ist den Angaben zufolge auch auf die verstärkte Aktivität der Billig-Airlines und Niedrig-Preis-Gesellschaften zurückzuführen. Deren Aufkommen hat am Airport in Palma in diesem Jahr um 15 bis 30 Prozent zugenommen.

11.08.2006

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Boris Becker: „Ich habe oft daran gedacht, aufzugeben”

Boris rief – und die Prominenz kam: Nach neun Jahren Kampf und Ärger konnte Becker seine Finca beziehen. 120 Gäste feierten ihn und ein außergewöhnliches Anwesen

„Das ist mein neues Zuhause”: Nach neun Jahren skurrilem und teuren Kampf gegen die Bürokratie hat Boris Becker seine im mallorquinischen Stil errichtete Finca in der Nähe von Artà endlich beziehen können. Mit 120 Freunden, darunter viel Prominenz aus Deutschland, feierte die Tennislegende am Dienstag ein rauschendes Eröffnungsfest.

04.08.2006

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Haschwolke über Palma

In der Müllverbrennungsanlage sind elf Tonnen Drogen in Rauch aufgegangen

So manchem Kiffer dürfte dieser Anblick die Tränen in die Augen getrieben haben: Ganze elf Tonnen Haschisch hat die Polizei jetzt in Palmas Müllverbrennungsanlage Son Reus vernichtet. Die Drogen waren auf Ibiza beschlagnahmt worden.

Selbst der Vertreter der Zentralregierung auf den Balearen, Ramón Socías, und der Wirtschaftsdezernent des Inselrates, Miquel Flaquer, waren zu dem Anlass gekommen. Socías versicherte, im Kampf gegen den Drogenhandel nicht nachlassen und den guten Ruf Ibizas wiederherstellen zu wollen.

Die 358 Pakete mit jeweils 30 Kilo Haschisch mussten aus Sicherheitsgründen in mehreren Etappen verbrannt werden.

04.08.2006

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Mallorca schwitzt

Hitzewelle lähmt die Insel: Porto Colom 42,5 Grad. Luftfeuchtigkeit bis 98 Prozent. Energieverbrauch auf den Balearen in Rekord-Höhe

Die Hitze hat Europa fest im Griff. Und auch Mallorca stöhnt. Die Temperaturen sprechen eine deutliche Sprache: So war es beispielsweise am Dienstag in Sa Pobla 37'6 Grad warm, in Porreres 35'5 Grad. In Pollença stieg das Thermometer auf 34'7, in Palma immerhin auf 30 Grad, am Flughafen auf 33 Grad. Die insgesamt höchste Mallorca-Hitze der vergangenen Tage wurde am Montag mit 42'5 Grad in Porto Colom gemessen.

Beeinträchtigend für das körperliche Wohlbefinden ist, dass es nachts nicht ausreichend abkühlt. So fällt die offizielle Temperatur in manchen Ecken Mallorcas kaum auf unter 25 Grad. Hinzu kommt die Feuchtigkeit. Am Sonntag sanken die Temperaturen zwar zwischenzeitlich ein klein wenig ab, dafür stieg die relative Luftfeuchtigkeit an vielen Orten auf bis zu 98 Prozent.

Klar, dass bei diesem Wetter die Klimaanlagen auf Hochtouren laufen. Das führt dazu, dass Stromversorger GESA-Endesa mehrmals einen neuen Rekord des Energieverbrauchs auf den Balearen registrierte. Am Montag fiel ein historischer Rekord: Erstmals stieg der Spitzenverbrauch im System Mallorca-Menorca auf über 1000 Megawatt. Um 12.59 Uhr waren es genau 1018 Megawatt.

In Spanien gab es bis Redaktionsschluss acht bestätigte Todesfälle durch die Hitze. Das balearische Gesundheitsministerium warnte daher auch davor, die Gefahr zu unterschätzen. Besonders die Angehörigen von Risikogruppen müssten aufpassen. So waren von den acht Toten drei Bauarbeiter, zwei junge Sportler, zwei Personen über 75 und ein Landwirt.

Zu denen, die am meisten leiden müssen, gehören zweifelsohne Straßenarbeiter. Gewerkschaften kritisieren, dass die von ihren Firmen oftmals mit der falschen Kleidung ausgestattet werden und keine Kopfbedeckungen tragen.

28.07.2006

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Playa de Palma: Freiluft-Disco ohne Musik

Polizei verstärkt Kontrollen an Mallorcas längster Party-Meile. Wirte bangen um ihre Zukunft. Laut Palmas Stadtverwaltung laufen zurzeit 190 Verfahren wegen zu lauter Musik

VON JONAS MARTINY

Die Wirte an der Playa de Palma sind in heller Aufregung: In den vergangenen Wochen hat es verstärkte Kontrollen der Polizei gegeben, weil sich bei der Stadtverwaltung die Klagen gegen zu laute Musik häufen. In mehreren Fällen sollen Musikverbote erteilt worden sein.

„Die wollen aus der Playa eine Kulturzone machen”, schimpft ein Betroffener, der befürchtet, dass die Gäste ausbleiben könnten, wenn in Zukunft gar keine Musik unter freiem Himmel mehr gespielt werden darf. „Ich möchte mal wissen, was die bei der Stadt sagen, wenn plötzlich Hunderte von Kellnern arbeitslos werden, die ihre Familien ernähren müssen.”

Von 480 Anzeigen gegen Wirte an der Playa ist die Rede – eine Zahl, die die Stadtverwaltung nicht bestätigt. Momentan gebe es 190 laufende Verfahren, sagt Iñaki Miniño, bei der Stadt Palma unter anderem für die Lärmkontrolle zu ständig. Der Großteil der Anzeigen stamme von der Vereinigung der Diskothekenbetreiber, denen es nicht passt, dass Mallorcas Partymeile im Sommer zu einer einzigen Freiluft-Disco wird – dank Hunderten von Bars, Cafés und Restaurants, die ihre Kundschaft ebenfalls bis spät in die Nacht mit Musik beschallen.

Das Problem ist allerdings nicht neu: Seit 2003 ist eine städtische Verordnung in Kraft, die genau regelt, wer seine Musikanlage wann wie laut aufdrehen darf. Wer keine Lizenz als Musik-Bar oder gar Diskothek hat, kann seinen Gästen nur Hintergrundmusik bieten. Ein Playa-Wirt hofft gerade darauf, per Sondergenehmigung zumindest 75 Dezibel produzieren zu dürfen – das entspricht gerade einmal Gesprächslautstärke, wie in der vergangenen Woche ein MM-Test vor Ort ergeben hat.

Iñaki Miniño von Palmas Stadtverwaltung bestreitet allerdings, dass es der Stadt um eine Schikanierung der Wirte an der Playa gehe. Die Gesetzeslage sei nun einmal so und die Kontrollen seien auch nicht außerplanmäßig verstärkt worden. „Es ist Hochsaison: Da ist es ganz normal, dass in den Touristenhochburgen mehr Polizisten unterwegs sind. Und die achten eben auch darauf, ob die vorgeschriebenen Lärmbeschränkungen eingehalten werden", sagt Miniño.

21.07.2006

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Mallorcas Airport brummt

2,7 Millionen Passagiere im Juni abgefertigt, die meisten waren Deutsche

Mallorcas internationaler Airport Son Sant Joan hat im Juni 20.406 Flugbewegungen registriert. Dabei wurden 2.698.129 Passagiere befördert. Damit stieg die Passagierzahl gegenüber Juni 2005 um 10'8 Prozent an. Die Luftfracht legte um 4'9 Prozent auf 2075 Tonnen zu.

Nur jeder fünfte Passagier flog innerhalb Spaniens. Die allermeisten Fluggäste kamen aus Deutschland. 940.952 Alemanes nahmen einen Flieger nach Mallorca, 11'8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf Platz zwei lagen die Briten mit 681.094 Fluggästen (+ 3'5 Prozent).

Air Berlin beförderte mit Abstand am meisten Passagiere auf die Insel. 513.771 Fluggäste buchten ihre Reise bei der zweitgrößten deutschen Airline. Die spanische Konkurrenz Air Europa transportierte 244.064 Menschen nach Mallorca, dicht gefolgt von Condor (230.098).

Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 9.505.869 Passagiere per Flugzeug auf die Insel gebracht, 6'2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2005.

21.07.2006

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Strafzettel per Hubschrauber

Verstärkung für die Guardia Civil. Insel wird mit Helikopter und Schnellboot überwacht

Die Guardia Civil wird in diesem Sommer auf Mallorca verstärkt den Straßenund Schiffsverkehr überwachen und hat dafür die erforderliche Unterstützung seitens des spanischen Innenministeriums und der Balearen-Regierung erhalten.

Bereits seit Mitte Juni kontrolliert ein Hubschrauber die Hauptverkehrswege Mallorcas. Der Helikopter ist mit einer Spezialkamera ausgerüstet, die Verkehrssünder aufnimmt. Die Kamera kann ungeachtet der Flugrichtung in einem Radius von 360 Grad Videoaufnahmen machen. Selbst aus einer Höhe von 200 Metern liefert die hochauflösende Optik gestochen scharfe Bilder, mit denen problemlos das Nummernschild des Verkehrsrowdys identifiziert werden kann. Bei der offiziellen Vorstellung des Hubschraubers Ende vergangener Woche sagte der Abgesandte der Zentralregierung für die Balearen, Ramon Socías: „Es ist nicht wichtig, mehr Strafen zu verhängen. Das Wichtige ist, dass die Fahrer wissen, dass sie überwacht werden.”

Neben einem Polizeibeamten für die Videoüberwachung ist der Helikopter auch noch mit medizinischem Personal besetzt, so dass im Falle eines schweren Unfalls den Opfern schnellstmöglich geholfen werden kann. Der Überwachungs- und Rettungshubschrauber wird bis zum 15. September im Einsatz sein.

Auch auf dem Meer hat die Guardia Civil Verstärkung bekommen. Am Montag wurde den Beamten des Küstenschutzes ein neues Patrouillenboot übergeben. Mit dem 17 Meter langen und bis zu 50 Knoten schnellen Schiff soll vor allem Drogenschmugglern das Leben schwer gemacht werden. Das Schnellboot hat eine fünf Mann starke Besatzung und eine Reichweite von 350 Seemeilen.

14.07.2006

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Mehr Konsum nur dank treuer Urlauber

Mallorquiner geben immer weniger Geld aus. Tourismus legt weiter zu. Insgesamt stabiles Wirtschaftswachstum

Immer mehr Mallorquiner haben Mühe, mit ihrem Einkommen bis zum Monatsende auszukommen – sagt Antoni Riera, Direktor des Wirtschaftsforschungszentrums von Balearen-Universität und Sparkasse Sa Nostra. Nach seiner Prognose werden die Ausgaben für den privaten Konsum auf den Balearen im laufenden Jahr erstmalig unterhalb des spanienweiten Durchschnitts liegen.

„Apathie in Mallorcas Haushalten” hat Riera festgestellt. Der Konsum habe im ersten Halbjahr 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um rund zwei Prozent zugelegt, verantwortlich dafür aber seien in erster Linie die Urlauber. Höhere Steuern, die Inflationsrate von vier Prozent im vergangenen Mai und die zunehmende Verschuldung der Haushalte seien die Gründe für das zurückhaltende Konsumverhalten. Während spanienweit pro Kopf im laufenden Jahr voraussichtlich 10.650 Euro in den privaten Konsum fließen, liegt die Zahl auf den Balearen bei 10.574 Euro.

Dass die Balearen-Wirtschaft seit Jahresbeginn dennoch um rund 2'3 Prozent gewachsen ist, liegt vor allem an der Baubranche, die um rund 3'2 Prozent zulegte. Bis zum Jahresende sei eine Steigerung der Wachstumsquote auf 2'5 Prozent möglich, prognostiziert Riera. Voraussetzung: Ein erfolgreicher Sommer in der Tourismusbranche. Bisher konnte dieser Sektor 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2'2 Prozent zulegen.

Das Wirtschaftswachstum ist auf den Balearen nun also schon seit Monaten stabil. Eine Änderung sei nicht in Sicht, sagt Riera.

14.07.2006

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Schiffsunglück: Unsanftes Erwachen für die Baronin

Kreuzfahrtschiff beschädigt „Lady Moura” und streift Tita Cerveras Yacht

Am Dienstagmorgen rummste es gewaltig, und Tita Cervera wurde unsanft aus ihrem Schlaf gerissen. Gegen acht Uhr touchierte das Kreuzfahrtschiff „New Flamenco” den im Hafen von Ibiza festgemachten Segler der Baronin von Thyssen.

Beim Rückwärtsmanöver konnte der Steuermann der 163 Meter langen schwimmenden Ferienanlage aufgrund eines technischen Defekts nicht mehr in den Vorwärtsgang schalten und streifte die adlige Yacht. Auch das unverzügliche Setzen der Anker konnte das Schwergewicht nicht stoppen. Der Schaden an dem schmucken Segler hielt sich aber in Grenzen, die Baronin kam mit dem Schrecken davon.

Deutlich schlimmer erwischte es die „Lady Moura”. Die 100-Meter-Megayacht eines saudischen Scheichs, die die meiste Zeit des Jahres im Club de Mar in Palma liegt, befand sich zum Unglückszeitpunkt ebenfalls im Hafen von Ibiza. Das Kreuzfahrtschiff drückte den angeblich 100 Millionen teuren Palast mit dem Heck gegen den Betonanleger. Die Gangway wurde durch den Aufprall abgerissen, ein Teil der Bordwand eingedrückt. Ein Besatzungsmitglied verletzte sich leicht.

Auch ein drittes Segelboot wurde von der „New Flamenco” beschädigt. Keines der in den Zwischenfall verwickelten Schiffe verlor aber seine Seetüchtigkeit.

07.07.2006

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Inselgemeinden legen kräftig zu

Knapp 32 Prozent mehr Einwohner als 1996 gemeldet

Die Balearen, allen voran Mallorca, verzeichnen seit Jahren einen ungebrochenen Zuwanderungsstrom. Zahlenmäßig am stärksten gewachsen ist Palma. Nach Angaben des balearischen Statistikinstituts (Ibae) bewohnten die Balearenhauptstadt 1996 304.250 Menschen. Ende 2005 waren bereits 375.773 Einwohner im Melderegister eingetragen. Dies entspricht einem Wachstum von 21'46 Prozent. Die 400.000-Einwohner-Barriere wurde im Frühjahr überschritten.

Einen noch beliebteren Wohnort stellten in dem Zeitraum aber die kleineren Inselgemeinden dar. Lebten 1996 noch 304.900 Menschen außerhalb Palmas, waren es Ende 2005 schon 402.048, 31'86 Prozent mehr. Einige Inselgemeinden haben sogar um über 50 Prozent zugelegt. So hat sich die Einwohnerzahl von Marratxí in dem Vergleichszeitraum von 16.180 auf 28.237 erhöht (57'84 Prozent). In Capdepera lebten damals 6.321 Menschen. Ende 2005 waren es 10.245 (50'37 Prozent).

Aber nicht alle Gemeinden Mallorcas haben zahlenmäßig zugelegt. In Escorca ging die Einwohnerzahl von 302 auf 293 zurück, und in Ariany leben nur noch 750 statt 801 Menschen. Insgesamt hat sich die Einwohnerzahl der Balearen seit 1996 kontinuierlich gesteigert. Lebten 1996 noch 760.379 Menschen auf den vier Inseln, waren es Ende 2005 bereits 983.131.j

07.07.2006

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Griff nach den Sternen

67 Hotels auf Mallorca haben in den vergangenen drei Jahren ihre Kategorie verbessert

Mallorcas Hoteliers greifen nach den Sternen. Nach Angaben des balearischen Tourismusministeriums haben seit 2003 67 Hotelund Apartmentanlagen ihre Kategorie verbessert. Die überwiegende Mehrzahl der Herbergen hat sich dabei in der mittleren bis gehobenen Kategorie einen neuen Stern aufs Banner geheftet.

Drei-Sterne-Herbergen haben zwischenzeitlich vier Sterne, und 26 Zwei-Sterne-Häuser wurden zu Drei-Sterne-Anlagen.

In den untersten und obersten Kategorien hat sich relativ wenig getan. Lediglich drei Vier-Sterne-Hotels haben sich für einen Aufstieg in die Fünf-Sterne-Luxusklasse entschieden. Darunter das legendäre Hotel Nixe Palace in Calamajor. Sechs ehemalige Ein-Sterne-Etablissements wurden in Zwei-Sterne-Hotels umgewandelt.

Darüber hinaus haben sieben Apartmentanlagen in einen weiteren Schlüssel investiert.

30.06.2006

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Wetterkapriolen auf Mallorca

Sturm, Schlammregen und 26 Grad im Morgengrauen

Mallorcas Meteorologen haben einen ungewöhnlichen Wetterrekord registriert: Noch nie gab es in einem Juni auf den Balearen eine so hohe Tiefsttemperatur wie am vergangenen Montag. In Portopí an Palmas Südwestzipfel war es im Morgengrauen 26 Grad warm – nur sechs Grad kälter als am Mittag. Diese Laune der Natur war allerdings nicht das einzige ungewöhnliche Wetterphänomen der vergangenen Woche.

Bereits am Donnerstag– abend hatte ein Gewitter die Insel heimgesucht und mit heftigen Windböen für reichlich Durcheinander gesorgt. Mit bis zu 78 km/h fegte der Wind über die Insel. Insgesamt 649 Blitze wurden innerhalb von 18 Stunden gezählt. Den ganzen Tag über hatten sich dicke Wolken über der Insel zusammengebraut. Regnen wollte es aber nicht so recht, sodass es auch an den da– rauffolgenden Tagen schwül blieb.

Die Tropfen, die dann doch vom Himmel fielen, waren mit Sahara-Sand vermischt, und Autobesitzer, die ihren Wagen nicht in der Garage parken, dürften nicht schlecht gestaunt haben, als sie am nächsten Morgen ihre rundherum mit einer Schlammschicht überzogenen Autos vorfanden.

Insgesamt ist der Juni 2006 wärmer und trockener als üblich. Gleiches gilt für die Monate April und Mai. Im April lagen die Temperaturen im Schnitt um 2'5 Grad über dem Langzeit-Mittelwert. Der bisher heißeste Tag des Jahres lag allerdings im Mai. 38'4 Grad wurden in Sa Pobla gemessen. Die bisher höchste Tiefsttemperatur im Monat Juni stammt aus dem Jahr 2003 und lag damals bei 25'6 Grad. Tages-Tiefstwerte von mehr als 20 Grad gelten als Merkmal für tropisches Klima.

23.06.2006

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Hotel Formentor: 36 Millionen für einen Evergreen

Die älteste Luxus-Herberge der Insel wechselt den Besitzer

Es ist einer der Orte auf Mallorca, der Weltruhm genießt: das Hotel Formentor im Norden der Insel. Die Gästeliste ist lang und liest sich wie ein Who's who des 20. Jahrhunderts. Nach jahrzehntelanger Kontinuität unter der Leitung der Familie Buades beginnt nun eine neue Ära. Die Kette Barceló Hotels & Resorts hat für 36 Millionen Euro 63 Prozent der Anteile des Hotels gekauft und ist damit neuer Mehrheitseigner.

Weniger finanzielle Gründe hätten für diese Entscheidung gesprochen, als vielmehr „persönliche” und „sentimentale”, sagt Álvaro Pacheco, Sprecher der weltweit vertretenen Kette, die vor 75 Jahren auf Mallorca gegründet wurde. „Hätten wir vor allem an die Rentabilität gedacht, wäre eine Investition in der Karibik mit Sicherheit sinnvoller gewesen”, sagt Pacheco.

Es ist kein Geheimnis, dass das legendäre Hotel auf der Halbinsel Formentor ein wenig in die Jahre gekommen ist und dass als nächstes eine gründliche Renovierung anstehen dürfte. Laut Pacheco werde das Unternehmen um den Erhalt des Bestehenden bemüht sein und habe „höchsten Respekt” vor der langen Geschichte des Hotels: „Wir haben es mit einem echten Juwel zu tun.”

Zunächst wird sich Barceló die Leitung des Hotels mit den anderen Anteilseignern teilen müssen. Darunter sind Mitglieder der Familie Buades und die Stiftung Costa y Llobera. Barceló plant allerdings Verhandlungen zur Komplett- übernahme des Hotels. Der Gesamtwert wird auf 60 Millionen Euro geschätzt. Zurzeit hat das Fünf-Sterne-Etablissement 127 Zimmer und Suiten und nimmt insgesamt 1200 Hektar Fläche ein, samt Kiefernwald, Garten und direktem Strandzugang. Seit mehreren Jahren stand es zum Verkauf, bisher hatte sich aber kein Investor gefunden.

Wegen seiner Lage auf der Halbinsel Formentor ist das Hotel wie geschaffen für Veranstaltungen, bei denen keine Öffentlichkeit und absolute Sicherheit gewünscht ist. Es muss nur die enge Serpentinenstraße gesperrt werden, die auf dem Landweg den einzigen Zugang darstellt. Darum trafen sich dort auch wiederholt Regierungschefs mehrerer Mittelmeerländer zum Foro Formentor und genossen die einzigartige Lage des Hotels.

23.06.2006

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Urlaub endet im Unfallhorror

Drei Tote an einem Tag auf Mallorcas Straßen

Bei einem Verkehrsunfall bei Campos starb Michael G. (47) in den Trümmern seines Mietwagens. Auch der Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeugs, Jesús M. (57), ist noch am Unfallort an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Michael G. hatte mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern (6 und 8 Jahre) Urlaub in Cales de Mallorca gemacht.

Der Unfall ereignete sich am Montag gegen 9.30 Uhr auf gerader Strecke zwischen Campos und Felanitx. Es kam zu einem Fontalzusammenstoß mit einem Kleintransporter. Für die beiden Fahrer, die mit Feuerschneidern aus den Fahrzeugwracks befreit werden mussten, kam jede Hilfe zu spät. Die Beifahrerin im Kleintransporter musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Frau und die beiden Kinder des Deutschen wurden nur leicht verletzt. Sie sind inzwischen bereits in ihre Heimat ausgereist.

Ein zweiter tödlicher Unfall ereignete sich am selben Tag beim Camí dels Reis in Palma. An einem der Unfallwagen war ein Reifen geplatzt. Der Fahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug.

16.06.2006

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WM im TV: Keine Spione für deutsche Fans

La Sexta beharrt auf Exklusivrecht, hat aber keine Erkenntnisse über Verstöße

VON JONAS MARTINY

Die WM hat begonnen, ohne dass La Sexta seine Drohung wahrgemacht hat: Der spanische Sender hatte angekündigt, die Satelliten-Übertragung des Turniers durch deutsche Sender unterbinden zu wollen. La Sexta sah sein Exklusivrecht durch die auch in Spanien empfangbaren Bilder verletzt. Geändert hat sich der Standpunkt des Senders aber nicht.

„Wir bleiben bei unserer Aussage: Wenn hier andere Sender Spiele zeigen, dann ist das illegal”, sagt Teresa Alfageme, Chefin der Unternehmenskommunikation. „Sollte uns bekannt werden, dass unser Exklusivrecht verletzt wird, gehen wir mit allen rechtlichen Mitteln dagegen vor.” Bisher haben die Senderverantwortlichen aber offenbar nichts davon mitbekommen, dass deutsche Fans auf Mallorca die WM mit muttersprachlichen statt mit spanischen Kommentaren verfolgen.

„Wir haben keine Inspektoren, die zu Kontrollen nach Mallorca fahren werden”, sagt Alfageme. „Wir können nicht jedem Deutschen einen Spion hinterherschicken, der kontrolliert, welcher Sender bei den WM-Spielen läuft.” Sollten in der Öffentlichkeit andere Sender WM-Spiele zeigen, dann werde man das allerdings mitbekommen und dann auch dagegen vorgehen, sagt Alfageme. Bisher gebe es aber keine konkreten Hinweise.

16.06.2006

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Schutz für Mallorcas Badeparadies

Strand Es Trenc soll Naturschutzgebiet werden

Er ist einer der beliebtesten Strände Mallorcas und eine der letzten naturbelassenen Bademöglichkeiten weit und breit: Es Trenc an der Südküste der Insel. Nach Plänen der Balearen-Regierung sollen die einzigartige Dünenlandschaft, der kilometerlange Sandstrand und das kristallklare Wasser demnächst Naturschutzgebiet werden.

Laut Umweltminister Jaume Font beginnt jetzt die Planung für die Ausweisung von insgesamt 3780 Hektar Landschaft als Schutzzone. Das sieht der „Ordnungsplan der natürlichen Ressourcen” vor, den das Parlament am Freitag, 9. Juni, verabschieden soll. Rund 1400 Hektar liegen auf dem Festland, etwa 2300 sind Küstengewässer. Wird der Plan wie erwartet abgesegnet, macht sich ein Expertenteam daran, die Einzelheiten auszuarbeiten.

Neben Dünenlandschaft, Strand und Meer sollen auch das Gelände des alten Thermalbades Sant Joan de la Font Santa sowie die Saline von Es Trenc zum geschützten Bereich gehören. Welche Änderungen die Umwidmung des Geländes mit sich bringen würden, ist dabei noch unklar. Minister Font wollte sich nicht dazu äußern, ob es etwa für Badegäste oder Skipper zu Einschränkungen kommen wird. Die Generaldirektorin für Artenvielfalt, Joana Xamena, sagte, eine „strengere Regulierung” der Strandnutzung sei nötig.

Seit längerem kritisieren Experten, Es Trenc sei durch die Menschenmassen in der Badesaison überlastet. Autofahrer nähmen keine Rücksicht auf die Umwelt, zu viele Boote gingen in Strandnähe vor Anker. Dass Es Trenc seine natürliche Schönheit trotzdem bewahrt hat, liegt daran, dass der Strand schon vor 15 Jahren als „Naturgelände von besonderem Interesse” gekennzeichnet wurde.

Laut Font ist die Umwidmung von Es Trenc zum Naturschutzgebiet das wichtigste Umweltprojekt der Legislaturperiode. Laut Aussage des Ministers hat sich die geschützte Fläche auf den Balearen seit 2003 verdreifacht. Galten damals 30.000 Hektar als Naturschutzgebiet (6 Prozent der Gesamtfläche), seien es heute fast 95.000 (18 Prozent).

Toni Muñoz von der Naturschutzorgansiation GOB bewertete die Pläne des Umweltministeriums als „gute Nachricht”. Allerdings kritisierte er, dass die Frage, was wirklich mit Es Trenc geschehe, auf die nächste Legislaturperiode vertagt sei.

Erst in der Vorwoche war bekannt geworden, dass Es Trenc seine blaue Flagge – eine Auszeichnung der Stiftung für Umwelterziehung in Kopenhagen für sauberes Wasser und gute Infrastruktur – eingebüßt hatte. Bürgermeister Andreu Prohens aus Campos sagte: „Wir werden alles dafür tun, die blaue Flagge im nächsten Jahr wiederzubekommen.” Allerdings sei ihm unbekannt, warum Es Trenc diesmal leer ausging.

09.06.2006

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Brände in zwei Urlauberhotels

Knapp 300 Gäste, viele von ihnen aus Deutschland

Zwei Brände innerhalb von zwei Nächten in zwei Hotels der Insel haben knapp 275 Urlaubern einen gehörigen Schrecken eingejagt. Die meisten Gäste mussten aus dem Tiefschlaf gerissen und ins Freie gebracht werden. Es dauerte jeweils drei Stunden, bis die Urlauber auf ihre Zimmer zurückkehren konnten. Verletzt wurde niemand.

Im Hotel Viva Golf in Alcúdia brach das Feuer in der Nacht zum Donnerstag aus. Als Grund wurde ein Kurzschluss in einem der Stromzähler angegeben. Dabei habe sich dichter Rauch entwickelt. Der Brand breitete sich angeblich über das Leitungssystem aus. Hinzu kam ein Stromausfall, so dass im Innern des Hotels das Licht nicht mehr funktionierte. Dessenungeachtet wollten einige Gäste, nachdem sie in Sicherheit gebracht worden, auf ihre Zimmer zurückkehren, um ihre Sachen zu retten. Andere Urlauber beabsichtigten, ihre Koffer zu holen, da sie am Morgen abreisen mussten. Die Polizei hinderte sie bis zur Entwarnung am Betreten des Gebäudes.

In Arenal hatte es im Hotel Amazonas bereits in der Nacht zum Mittwoch in einer Wäschekammer gebrannt. Das Feuer war vorsätzlich gelegt worden. Rund 60 Gäste wurden ins Freie gebracht.

09.06.2006

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Autobahn Inca-Sa Pobla ist fertig

Die bisher gefährlichste Strecke der Insel soll jetzt sicherer sein. Kosten: Fast 50 Millionen Euro

Nach zwei Jahren Bauarbeiten ist das Autobahn-Teilstück zwischen Inca und Sa Pobla jetzt für den Verkehr freigegeben. Der balearische Ministerpräsident Jaume Matas eröffnete die 10'7 Kilometer lange Strecke im Inselnorden am vergangenen Montagvormittag. Während der Zeremonie protestierte ein Dutzend Demonstranten friedlich gegen die Autobahn.

„Diese Autobahn gibt uns mehr Sicherheit, sie sorgt für eine bessere Anbindung und führt zu mehr Wohlstand”, sagte Sa Poblas Bürgermeister Antoni Serra. Die alte Landstraße, die weiterhin parallel zur neuen Autobahn verläuft, war inselweit die Strecke mit den meisten Unfällen. Im Jahr 2005 registrierte die Polizei dort 56 der 932 Unglücke mit Personenschäden. Täglich fahren laut einer Statistik des Inselrats rund 20.000 Fahrzeuge auf dem Teilstück zwischen den beiden Städten.

Im Vorfeld der Bauarbeiten hatte es besonders in Campanet Widerstand gegeben. Die neue Autobahn führt deutlich näher an dem Ort vorbei als die alte Landstraße. Die bei der Einweihung anwesenden Umweltschützer entrollten ein Transparent mit dem Schriftzug: „Mehr Grün, weniger Zerstörung.” Während die alte zweispurige Landstraße eine Gesamtbreite von acht Metern hatte, misst die neue Autobahn mit ihren vier Spuren jetzt 33 Meter.

Ganz fertig ist das Teilstück aber erst, wenn auch der zwölf Meter breite Mittelstreifen bepflanzt ist. Die Gesamtkosten für das Bauprojekt lagen bei 49'6 Millionen Euro.

02.06.2006

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41 Strände flaggen blau

Drei Playas mehr als im Vorjahr. Auszeichnung für Sauberkeit und Service

Mallorcas Strände und Sporthäfen erhalten in diesem Sommer wieder deutlich mehr Blaue Flaggen als im Vorjahr. Allerdings verlieren die beliebten Naturstrände Es Trenc und Ses Covetes sowie der Dünenstrand von Can Picafort das werbewirksame Qualitätszeichen für sauberes Wasser und guten Service an Land.

Die Balearen erhalten 75 Blaue Flaggen, drei mehr als 2005. Auf Mallorca entfallen 56, fünf mehr als im Vorjahr. Das azurne Tuch teilen sich 41 Strände (2005: 38) und 15 (13) Sporthäfen. Unter den neu ausgezeichneten Playas finden sich Calamajor, Magaluf, Sant Elm, Alcúdia, Cala Agulla, Son Moll, Cala Gran, Cala Santanyí und Port de Sóller.

Die Blauen Flagge werden von der Stiftung für Umwelterziehung (FEE) mit Sitz in Kopenhagen vergeben. Die der EU nahestehende Organisation bewertet die Strände nach der Badegewässerrichtlinie sowie nach Service-Kriterien, etwa dem Vorhandensein von Toiletten, Duschen, behindertengerechten Zugängen, Sicherheit.(as)

02.06.2006

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Sonnendach für Kutschpferde

Stadt errichtet an der Playa einen Sonnenschutz für die Tiere

Nach jahrelangen Protesten von engagierten Tierschützern werden die Kutschpferde an der Playa de Palma in den kommenden Tagen einen Sonnenschutz montiert bekommen. Dadurch sollen die Tiere, wenn sie mit ihren Haltern auf Passagiere für eine Fahrt mit der Droschke warten, nicht mehr in der prallen Sonne stehen müssen. Neben dem Sonnendach im Bereich Las Maravillas an der Playa de Palma soll möglicherweise ein zweites am Fuße des Almudaina-Palastes im Zentrum errichtet werden, sagte Palmas Verkehrsdezernent Carlos Veramendi. Allerdings müsse hier nach der Fertigstellung der Tiefgarage noch die Altstadt-Kommission grünes Licht geben.

Mit Protestplakaten hatten Mitglieder von Tierschutzorganisationen zuletzt am vergangenen Freitag Druck gemacht, den seit gut einem Jahrzehnt geforderten Sonnenschutz zu installieren.

Derzeit sind in Palma 50 Droschkenkutscher registriert. Die Stadt will ihre Zahl mit Finanzbeihilfen verringern.

26.05.2006

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Invasion der Leuchtquallen

Plage breitet sich im Mittelmeer aus. Vorsicht beim Baden: Berührung ist schmerzhaft

Die Leuchtquallen sind wieder da. Wie das Ozeanographische Institut Spaniens mitteilt, sind vor der mallorquinischen Küste große Schwärme der allsommerlichen Badeplage aufgetaucht. Laut den Meeresspezialisten breiten sich die Quallen mit dem lateinischen Namen Pelagia noctiluca zurzeit im gesamten westlichen Mittelmeer aus, von Italien bis zu den Balearen.

Berührungen mit den Quallen können äußerst schmerzhaft sein und tagelangen Juckreiz nach sich ziehen. Besonders betroffen ist auf Mallorca die Nordwestküste von Pollença über Deià bis Andratx. Im vergangenen Sommer wurden große Mengen der Quallen auf Initiative der Balearen-Regierung aus dem Meer gefischt, damit sie den Touristen nicht den Badespaß vermiesen konnten. Die meisten Strände der Insel sind allerdings ohnehin „quallenfrei”.

Die Leuchtquallen sind meist rosa gefärbt mit rötlichen Punkten. Ihren Namen verdanken sie ihrer zweiten besonderen Eigenschaft: Des Nachts sorgen sie im Meer für Leuchteffekte.

26.05.2006

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„Das lauteste Tier der Welt”

Rätsel um sonderbare Geräusche im Meer gelöst

Das Geheimnis um die sonderbaren Geräusche im Meer vor Mallorcas Nordwestküste ist gelöst: Sie stammten nicht von Außerirdischen oder militärischen Operationen, sondern von singenden Finnwalen. Der große Meeressäuger ist das lauteste Tier der Welt: Er kommt auf 180 Dezibel und ist unter Wasser noch in sieben Kilometer Entfernung zu hören.

19.05.2006

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Gutes Geschäft mit Strafen

Palma nimmt mehrere Millionen Euro Bußgelder ein

Für die Stadt ist es ein lukratives Geschäft, für die Bürger ein Grund zum Ärgern: Mehrere hundert Bußgelder werden in Palma täglich verhängt. Geahndet werden die verschiedensten Vergehen.

Die 15 Umweltkontrolleure der Stadtverwaltung achten auf weggeworfene Kippen, liegengebliebene Hundehaufen oder Strandbeschmutzer. In 1206 Fällen verhängten die Aufpasser im vergangenen Jahr Geldstrafen, die nach der schwere des Vergehens gestaffelt sind und deren Höhe zwischen 30 und 1803 Euro liegt (siehe Kasten). Während es über das Verbot von Graffitis Konsens geben dürfte, beinhalten Palmas Verhaltensvorschriften auch weitgehend unbekannte Vorgaben, die den unbedachten Bürger aber dennoch teuer zu stehen kommen können. So dürfen etwa die Mülltonnen im Stadtgebiet nicht vor 19 Uhr benutzt werden. Bis zu 300 Euro Strafe können die städtischen Kontrolleure in diesem Fall verhängen. Noch viel teurer kann ein romantisches Lagerfeuer am Strand werden: Das gilt als sehr schweres Vergehen, das Bußgeld liegt bei bis zu 1803 Euro.

So richtig viel Geld spült aber erst die Ordenanza Regulatoria de Aparcamientos (ORA) ins Stadtsäckel. Die Verordnung regelt, wo in Palma zu welchem Preis geparkt werden kann. Ob die Autofahrer auch vorschriftsmäßig ein Parkticket gelöst haben, kontrolliert ein von der Stadt beauftragtes Privatunternehmen.

Laut Palmas Pressestelle wurden im vergangenen Jahr allein rund 140.000 Bußgelder verhängt, weil entweder gar kein Parkschein vorhanden oder aber der Schein abgelaufen war. Die dann fällige Strafe liege in der Regel zwischen 50 und 90 Euro.

Welche Geldsumme die Stadtverwaltung jährlich aus der ORA einnimmt, ist bei der Pressestelle nicht zu erfahren. Selbst bei vorsichtiger Rechnung ist jedoch klar, dass sich allein die Bußgelder zu mehreren Millionen Euro summieren. Dazugerechnet werden muss obendrein, was der Verkauf der Parktickets einbringt. (jm)

19.05.2006

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300.000 Aschenbecher für die Balearen-Strände

Umweltministerium will keine Kippen mehr im Sand

Zigarettenkippen und Wattestäbchen sind die beiden großen Übel an den balearischen Sandstränden. Zumindest die Tabakstummel sollen jetzt aber endgültig der Vergangenheit angehören: Das balearische Umweltministerium plant nämlich, im kommenden Sommer rund 300.000 Einweg-Aschenbecher an die rauchenden Badegäste zu verteilen.

Die handlichen Behälter sind aus nicht brennbarem Material und sollen nach dem Strandbesuch in einem der Mülleimer entsorgt werden, wenn es nach den Umweltschützern geht. Umweltminister Jaume Font hofft auf die Unterstützung der Küstengemeinden beim Verteilen der Ascher. 28.000 Euro lässt sich die Balearen-Regierung die Kippen-Aktion kosten.

Laut einer Studie des Instituto Mediterraneo de Estudios Avanzados stammen 70 Prozent des an den balearischen Stränden eingesammelten Mülls von der Insel, der Rest wird angeschwemmt. Vor der Küste sind darum regelmäßig Boote des Umweltministeriums unterwegs, die im Meer treibenden Müll einsammeln. Zwischen Juni und September des vergangenen Jahres haben sie 206 Tonnen Abfall eingesammelt.

Laut Umweltminister Font verstärkt sich das Müllproblem im Sommer noch, weil die meisten Abfälle in der kalten Jahreszeit auf den Meeresboden sinken.

12.05.2006

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Gedränge in den Yachthäfen

Der nautische Tourismus boomt: Für Reservierungen von Liegeplätzen in den Ports der Insel gibt es Wartelisten

Am vergangenen Sonntag ist in Palma die Nautikmesse „Salón Náutico de Palma” zu Ende gegangen: Sie war von 47.000 Menschen, darunter 17.000 Profis und 200 Journalisten, besucht worden. Die Nautikbranche auf dem Archipel befindet sich weiterhin im Boom: Während der Hochsaison sind die fast 20.000 Liegeplätze in den 68 Yachthäfen der Inseln komplett belegt, berichtete der Vorsitzende der balearischen Sporthäfen, Ricardo Ferrer. Für Reservierungen während der Hochsommermonate gibt es in vielen Häfen Wartelisten.

Ferrer sprach von einem Defizit von 3000 Liegeplätzen auf den Balearen. Zusatzgeschäfte könnten die Häfen nur noch während der Nebensaison mit Liegeplätzen kleinerer Boote machen, die anderswo überwintern. Die mallorquinischen Yachthäfen, besonders begehrt sind die im Süden der Insel, sind teurer als die auf dem spanischen Festland, aber günstiger als die an der Côte d'Azur in Frankreich. Derzeit gibt es für etliche Häfen der Balearen Projekte oder Pläne zur Erweiterung.

Der nautische Tourismus hat im vergangenen Jahr 276.000 Besucher auf die Inseln gebracht, während 2005 setzte die Branche über 422 Millionen Euro um.

Bei einer Tagung zur Situation des Chartertourismus in Palma forderte der Spanische Nautik-Charterverband die Befreiung von der sogenannten Luxussteuer für alle Boote, die verchartert werden. Das spanische Steuergesetz sieht für Boote mit mehr als 7'5 Metern eine Anmeldesteuer (12 Prozent vom Wert der Yacht) vor, von der Charterfirmen ausgenommen sind. Nicht ausgenommen sind bislang die Boote, die den Charterfirmen von Privateignern zur Vermietung zur Verfügung gestellt werden. Die meisten Charterfirmen verfügen nicht über eine ausreichend große Flotte, um den Bedarf selbst abdecken zu können. Auf den Balearen gibt es 80 Charterfirmen mit etwa 600 bis 700 Booten.

12.05.2006

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All-inclusive: Politstreit um Tourismus

„Betrügerische” Angebote auf Mallorca?

Aussagen des spanischen Tourismus-Staatssekretärs in Madrid haben auf den Balearen für Verstimmung gesorgt. Der Politiker Raimon Martínez Fraile hatte bei der Vorstellung der jüngsten Tourismusstudie in Spanien erklärt, auf den Balearen und Kanaren gebe es viele Hotels mit „betrügerischen All-inclusive-Angeboten”. Diese Art des Urlaubsangebotes habe auf dem Mittelmeer-Archipel weiter zugenommen, während es auf den atlantischen Inseln rückläufig sei.

Der balearische Tourismusminister Joan Flaquer forderte den Staatssekretär auf, seine Behauptung mit Beweisen zu untermauern. „Wir wissen zwar nicht, worauf Martínez Fraile seinen Begriff ,betrügerisch' bezieht. Aber uns erscheint dies eine schwere Anschuldigung zweier Regionen, die am stärksten zum Tourismus in Spanien beitragen.”

Der Präsident des mallorquinischen Hotelverbandes, Pere Cañellas, forderte den Staatssekretär auf, jene Hotels anzuzeigen, „wenn er Beweise hat”.

Uneins sind sich Madrid und Palma auch in der Bewertung der Tourismusdaten. Flaquer kritisiert, dass die Studie nur ausländische Touristen, aber keine vom Festland erfasst.

05.05.2006

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Niki Lauda fliegt die Presse

Alpenländische Fluggesellschaft Niki verbindet im kommenden Jahr Mallorca mit Mailand und über Wien sogar mit Moskau. 55 Medienvertreter aus Österreich besuchen Palma für einen Tag

Österreich befindet sich auf dem Vormarsch in Spanien. Allein in diesem Jahr erwartet die alpenländische Fluggesellschaft Niki einen Zuwachs von rund 20 Prozent auf 1'2 Millionen Fluggäste. „Und hierbei ist Mallorca von besonderer Wichtigkeit für uns”, sagte der Inhaber der Airline, Niki Lauda, am Mittwoch in Palma.

05.05.2006

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Aus für die „Autotasa”

Eine Mietwagensteuer wird für den Rest der gesamten Legislaturperiode ausgeschlossen

Der balearische Wirtschaftsminister Lluís Ramis d'Ayreflor gab nun offiziell bekannt, was in der Öffentlichkeit schon seit längerem erwartet worden war: Die geplante Erhebung einer Mietwagensteuer („autotasa”) wird bis auf weiteres für die gesamte Legislaturperiode ausgeschlossen. Dieser Beschluss ist als Reaktion auf die zahlreichen kritischen Stimmen nicht nur der Mietwagenunternehmer, sondern auch vieler Touristiker zu werten, die vor einem weiteren Image-Verlust Mallorcas warnten.

Aus diesem Grund war die Erhebung einer Mietwagensteuer in der Vergangenheit bereits zweimal verschoben worden – zunächst für eine Saison, anschließend für ein ganzes Jahr. Der Sprecher der sozialistischen Opposition Antonio Diéguez bescheinigte der Aktion „Lächerlichkeit ersten Ranges”. Das Wirtschaftsministerium solle zugeben, dass „es sich getäuscht hat”. Lluís Ramis d'Ayreflor kündigte an, dass man sich während der verbleibenden Legislaturperiode verstärkt um eine Lösung bemühen wolle. Er erklärte, dass durch die Erhebung anderer Steuern und Gebühren bereits doppelt soviele Einnahmen erzielt worden seien, als durch die „Autotasa” vorgesehen war.

28.04.2006

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Wilder Westen auf der Insel

Texas Lightning: Cowboys in der Stierkampfarena.

Beim ersten „Mallorca Western Festival”, das vom 22. bis zum 24. September in Palmas Stierkampfarena stattfindet, kommen nicht nur die Freunde des Westernreitens auf ihre Kosten. Auch musikalische Genüsse für die Cowboy-Ohren sind in Planung. Wie MM erfuhr, ist die Verpflichtung von zwei Bands bereits sicher: Texas Lightning und Rednex werden in Palma spielen.

Texas Lightning, bei denen der Star-Comedian Olli Dietrich unter dem Namen „Ringofire” am Schlagzeug sitzt, haben dann vielleicht auch schon eine spanische Fangemeinde. Denn nachdem sie bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest Thomas Anders und Vicky Leandros hinter sich ließen, präsentieren sie ihr „No No Never” am 20. Mai in Athen im internationalen Wettbewerb.

Die schwedische Gruppe Rednex hatte 1994 ihren ersten internationalen Nummer-eins-Hit: „Cotton Eye Joe”. Es folgte ein Jahr später die Ballade „Wish You Were Here”, dann kam ein paar Jahre nichts, bevor Rednex im Jahr 2000 mit „The Spirit of the Hawk” wieder an die Spitze der Charts schoss. Zum ersten „Mallorca Western Festival” werden einige der weltbesten Westernreiter erwartet – ein Rekord-Preisgeld lockt die Stars aus den USA nach Europa.

28.04.2006

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„Der beste Juni seit vielen Jahren”

Doch auch der Mai macht bei der Bettenbelegung viel her: Die Hotels sind zu 80 Prozent ausgebucht

König Fußball bekommt auf Mallorca kein Bein an Land. Ungeachtet der Weltmeisterschaft, die in Deutschland am 9. Juni beginnt, erlebt die Insel einen Buchungsmonat, wie sich seit Jahren kein Juni mehr präsentiert hatte. „Dieser Juni wird die gesamte Branche überraschen”, sagt der Präsident des balearischen Reisebüroverbandes Aviba, Mateu Pou. Nach seiner Einschätzung liegt die Auslastung in den Hotels 20 bis 25 Punkte über der des Juni 2005. Damit werden die Betten inselweit zu 90 bis 95 Prozent ausgebucht sein.

Schon der Mai schneidet den Angaben zufolge viel besser ab als im Vorjahr. Damals betrug die Auslastung auf Mallorca 62'4 Prozent. In diesem Lenz werden es rund 80 Prozent sein.

Ähnlich sieht der Präsident des mallorquinischen Hotelverbandes, Pere Ca- ñellas, die Buchungslage: „Der Juni wird ein guter Monat. So hatten wir das seit vielen Jahren nicht mehr erlebt.”

Einen Vorgeschmack auf die Saison bescherten dem balearischen Tourismussektor bereits die Osterfeiertage. Insbesondere an der Playa de Palma waren die Betten nach Angaben des Hotelverbandes zu 85 Prozent gefüllt. Von den insgesamt 140 vorhandenen Hotels hatten über 80 geöffnet. Sie stellten über die Feiertage rund 30.000 Betten.

Eine Nachfragespitze erlebten an Karfreitag und Samstag auch die Mietwagenverleiher der Insel. Nach Angaben der beiden Verbände waren an den zwei Tagen 90 bis 100 Prozent des gesamten Fuhrparks verliehen worden. Damit rollten 35.000 Wagen über die Straßen der Inseln.

Auch die Busunternehmer erwarten in diesem Sommer Zuwächse.

21.04.2006

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Calvià will „Baleares” sinken sehen

Neue Runde im Streit um ausrangierte Fregatte. Künstliches Riff im Meer

Das Rathaus in Calvià macht sich bereit für ein neues Gefecht um das Schlachtschiff „Baleares”. Die ausrangierte Fregatte der spanischen Marine soll nach dem Willen der Gemeinde vor der Küste versenkt werden, um als Wrack auf dem Meeresgrund ein sicheres Ausflugsziel für Freizeittaucher zu bieten. Weiter wird argumentiert, das Schiff biete als künstliches Riff einen neuen Lebensraum für Meerestiere und Pflanzen.

In einem Schreiben forderte Calviàs Bürgermeister Carlos Delgado das spanische Umweltministerium auf, dem Projekt endlich zuzustimmen. Ein erstes Schreiben, unterzeichnet von zahlreichen Unterstützern des Vorhabens, sei seit Wochen unbeantwortet geblieben.

Rückendeckung hat der Alkalde jetzt auch aus dem balearischen Umweltministerium erhalten. Sowohl die technische als auch die Umweltkommission der Behörde erheben keine Bedenken gegen das Versenken der Fregatte, wenn zuvor alle Gift– und Schmierstoffe aus dem Schiff entfernt sowie gefährliche Hindernisse für Taucher beseitigt werden.

Über das Projekt wird seit Monaten gestritten. Zuletzt hatte das spanische Umweltministerium seine Zustimmung bis auf weiteres verweigert.

Die Naturschutzgruppen sind sich uneins über das Projekt. Während einige das Vorhaben komplett ablehnen, verweisen andere auf ähnliche Beispiele an anderen Küsten der Welt, mit positiven Folgen für die Meeresfauna.



21.04.2006

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Megayachten: Luxus ja, Superluxus nein

Obwohl es an potentiellen Kunden auf Mallorca nicht mangelt, werden Megayachten auf der Insel nicht vermietet. Kein Eigner ist bereit, viele Millionen Euro für eine Chartersteuer zu bezahlen. Die größten Charter- schiffe auf den Balearen sind um 24 Meter lang

VON KARL-HEINZ EIFERLE

Wer träumt nicht davon, einmal im Laufe seines Lebens an Bord einer Mega-Luxus-Yacht in einem der wenigen schicken Häfen auf Mallorca anzulegen, die für Boote dieser Kategorie geeignet sind. Aber abgesehen vom Geld, dieser Traum ist auf den Balearen nur schwer zu realisieren. Liegeplätze in dieser Größenordnung sind rar. Aber das ist nicht der Grund. Eine 80-Meter-Yacht in Spanien zu chartern, erweist sich in der Praxis wesentlich komplizierter als man denkt. Zahlreiche bürokratische Fallstricke und eine nicht unerhebliche Chartersteuer verleiden es den allermeisten Yachtbesitzern, ihr gutes Stück zu vermieten.

Marta Iglesias weiß davon ein Lied zu singen. Seit 18 Jahren verchartert sie Luxusyachten, die keine Wünsche offenlassen. Ob Motoryacht mit Hubschrauberlandeplatz und vielen tausend PS oder 64-Meter-Zweimaster vom Feinsten, ihr Katalog ist voll mit schwimmenden „Sechs-Sterne-Herbergen”.

Marta Iglesias leitet das Büro des amerikanischen Yachtkonzerns Merrill-Stevens, der vor wenigen Wochen die Charterfirma ihres früheren Arbeitgebers Koch, Newton & Partners in Palma aufgekauft hat. Die prinzipiellen Probleme für die spanische Charterbranche kaufte Merrill-Stevens mit. „Wir haben keine Schwierigkeiten, unseren Kunden eine 85-Meter-Yacht der High-End-Klasse zu vermitteln. Allerdings geht dies auf Mallorca nicht.” Und das, obwohl es an potentiellen Kunden nicht mangele, im Gegenteil. Das Mittelmeer hat im Sommer in der Beliebtheitsskala der zahlungskräftigen Skipper den Stellenwert der Karibik im Winter. „Aber um in Spanien eine Charterlizenz zu bekommen, bedarf es vieler Formulare und viel Geld. Allein zwölf Prozent des Bootswertes müssen an Steuern für die Lizenz bezahlt werden.” Das mache für die Eigner keinen Sinn. Da läpperten sich schnell mehrere Millionen Euro zusammen.

Da diese aus der Sicht der Vercharterer völlig überholungsbedürftige Gesetzgebung in den anderen Mittelmeerländern nicht existiere, werden die allermeisten Schiffe von dem Büro in Palma aus in Frankreich und Italien verchartert. Wer in balearischen Gewässern luxuriös schippern möchte, muss dies mehrere Klassen kleiner tun. Lediglich drei Schiffe um die 25 Meter hat die Agentur im Programm. Mit 28.000 Euro pro Woche ist man in dieser Kategorie dabei. Wer es gerne geräumiger hat, kann es sich auf der „Alysia” oder „Annaliesse” bequem machen. Beide Yachten sind 85 Meter lang und ab 100.000 Euro pro Tag plus Nebenkosten zu mieten.

Theoretisch könnte man von Frankreich aus problemlos nach Mallorca fahren, das mache in der Praxis aber niemand. Die Leute wollen mit ihren Schiffen gesehen werden und tingeln lieber von einem Glamourhafen zum anderen als übers Meer. Zumal dafür auch eine doppelte Besatzung erforderlich wäre. Bei den meisten Kunden, so Marta Iglesias, handele es sich um spanische und deutsche Familien, die es sich im Schnitt zehn Tage auf einer ihrer Yachten gutgehen lassen. So absurd das klingt, wesentlich mehr als die Familie darf auf dem Luxusdampfer auch nicht mitgenommen werden. Die Charterlizenz untersagt die Beförderung von mehr als zwölf Passagieren. Sind mehr Gäste erwünscht, müsse man auf ein Schiff zurückgreifen, das über eine Kreuzfahrtlizenz verfüge.

Ein Geschäft für den Eigner sei die Vermietung seines Schiffes nicht. Damit könnten lediglich laufende Kosten aufgefangen werden.

14.04.2006

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„Mediterrane Nächte” mit Starbesetzung

Cesaria Évora und Al Jarreau in Pollença und Valldemossa

Cesaria Évora und Al Jarreau sind die Stars der diesjährigen Nits Mediterránies des Kulturzentrums Costa Nord in Valldemossa. Die Konzertreihe findet zum siebten Mal statt, und die Macher verfolgen weiter das Ziel, ein breiteres Publikum zu erreichen. So beginnen die „Mediterranen Nächte” am 22. Juni auf Ibiza mit dem Auftritt von Discoqueen Gloria Gaynor („I will survive”), die zwei Tage später dann auch ins Casino in Magaluf kommt.

Am 30. Juni wird dann Cesaria Évora in Valldemossa erwartet. Die Sängerin von den Kapverdischen Inseln präsentiert ihr neues Album „Rogamar”. Anschließend hat dann der mehrfach mit dem Grammy ausgezeichnete Al Jarreau seinen Auftritt. Am 21. Juli weiht er gleichzeitig auch die frisch renovierte Festungsanlage in Port de Pollença ein.

Die Konzertreihe runden Michel Camilo y Tomatito am 9. August in Valldemossa, sowie Dulce Pontes drei Tage später ab. Die portugiesische Sängerin war 2004 in Vallldemossa, diesmal soll ihr Konzert dagegen auf der Nachbarinsel Menorca stattfinden.

07.04.2006

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760 Millionen Euro für neue Straßen

Mallorca bekommt Finanzspritze aus Madrid

Dass die von Veranstaltern und Polizei geschätzte Zahl von Demonstrationsteilnehmern meist erheblich voneinander abweicht, ist nicht neu. Dass allerdings die Veranstalter deutlich weniger Mitstreiter für die eigene Sache zählen als die Ordnungshüter, kommt nicht oft vor. In Palma protestierten am Samstag zwischen 2000 (Veranstalter) und 3000 (Polizei) Demonstranten gegen den geplanten Bau einer Schnellstraße auf Ibiza. Friedlich forderten die überwiegend jungen Demonstranten die Balearen-Regierung zu einem Überdenken ihrer Straßenbaupolitik und zur Einstellung der Arbeiten an der geplanten Schnellstraße auf, die den Flughafen von Ibiza mit San Antoni verbinden soll. Für Samstag, 15. April, sind weiter Protestaktionen auf allen vier Baleareninseln angekündigt.

Bereits am Vortag demonstrierten Aktivisten der Umweltschutzgruppe GOB vor dem Amtssitz des balearischen Ministerpräsidenten Jaume Matas gegen die „Betonpolitik” der Balearenregierung. Sie verhängten den Eingang des Consolat de la Mar mit einem riesigen Tuch, auf dem eine Straße abgebildet war. Symbolisch wurde ein Eröffnungsband durchschnitten, an dem zahlreiche Kopien von 500-Euro-Scheinen hingen, in die die Köpfe von Matas und der mallorquinischen Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar einkopiert waren.

Die Proteste beeindruckten die Verantwortlichen wenig – und sie kamen zu spät. Schon am vorvergangenen Donnerstag einigte sich das Madrider Bauministerium mit den Inseln auf eine Finanzierung balearischer Straßenbauprojekte. Insgesamt 568 Millionen Euro will der spanische Staat für neue Straßen lockermachen. 430'92 Millionen bekommt Mallorca. Die verbleibenden Gelder werden zu gleichen Teilen zwischen Menorca und Ibiza aufgeteilt. Bereits im Bau befindliche Straßen oder im Alleingang der Balearen-Regierung beschlossene Straßen werden von der Finanzierung aber ausgenommen.

Insgesamt 21 Projekte mit einem Volumen von 425 Millionen Euro wurden dem spanischen Bauministerium allein für Mallorca vorgelegt. Das mit Abstand teuerste davon ist mit 100 Millionen Euro die Untertunnelung des Zubringers von Palma zur Stadtumgehung Vía Cintura. Der zweite Stadtring soll 71 Millionen kosten. Der dreispurige Ausbau der Autobahn Palma-Inca wird mit 31 Millionen Euro veranschlagt.

Angesichts der als historisch eingestuften Finanzierung des Staates will sich auch der mallorquinische Inselrat nicht lumpen lassen und steuert weitere 330 Millionen Euro für den Ausbau und die Erweiterung des Straßennetzes auf der Insel bei.

Balearenchef Matas hofft, dass Madrids derzeitige Einstellung zu den Inseln von Dauer sein wird und weitere Offerten beispielsweise für das Gesundheitssystem folgen.

07.04.2006

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Zwei deutsche Wanderer von Kiefer erschlagen

Eine starke Windböe riss den abgestorbenen Zehn-Meter-Baum aus dem Boden

Eine wahrlich schlechte Nachricht aus Mallorca sorgte in der vergangenen Woche für Schlagzeilen in der deutschen Presse. Zwei Urlauber aus München wurden während einer Kurzwanderung auf der Insel von einer umstürzenden Kiefer erschlagen. Eine Frau wurde verletzt.

Zu dem Unglück kam es am vergangenen Freitag gegen 12.30 Uhr. Eine Gruppe mit etwa 20 Ausflüglern befand sich auf dem Weg von Cala Fornells (Peguera) zum ehemaligen Anwesen des deutschen Topmodels Claudia Schiffer. Aber sie sollten nicht bis zum Cap Andritxol kommen. In Höhe der Cala Monje erfasste einen heftige Windböe eine abgestorbene, gut zehn Meter hohe Kiefer und riss sie aus dem Erdreich. Der Baum fiel genau auf den Wanderweg und begrub mehrere Menschen unter sich.

Die herbeigerufenen Rettungsmanschaften waren zwar schnell und zahlreich am Ort des Geschehens, aber die Bergung der beiden schwerverletzten deutschen Männer war schwierig und zeitaufwendig. Die Feuerwehr musste die beieden 60- und 73jährigen Urlauber mit Kettensägen befreien. Die Männer und die 61jährige Ehefrau des Jüngeren wurden unverzüglich nach Palma in die Notfallchirurgie des Klinikums Son Dureta eingeliefert. Aber die Verletzungen der beiden Urlauber waren zu schwer. Sie verstarben wenig später im Krankenhaus.

Die Verletzungen der Frau erwiesen sich glücklicherweise nicht so dramatisch, wie ursprünglich vermutet. Noch am Wochenende kamen Angehörige der Verstorbenen auf die Insel, um sich um die Rückführung der Toten zu kümmern.

31.03.2006

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Puerto Portals: Im Hafen der Leichtigkeit des Seins

Puerto Portals wird in diesem Sommer 20 Jahre alt. Zum Bau der Anlage war ein eigener Steinbruch notwendig. Die 670 Liegeplätze sind meist ausgebucht. Flaniermeile des Jetset

VON ALEXANDER SEPASGOSARIAN

Glitzerndes Wasser, weisse Yachten, rauschende Palmenwipfel. Schon die Anfahrt vom Hügel hinab zum Hafen macht deutlich, dass Puerto Portals ein besonderer Hafen ist. Die Ansicht erinnert weniger an Mallorca, dafür m so mehr an Filmszenen, wie man sie aus Miami oder Beverly Hills kennt. Kaum einer der vielen Mallorca-Besucher verzichtet auf einen Abstecher nach Puerto Portals. An keinem anderen Ort der Insel sind so viele Luxusboote und Luxislimousinen auf so engen Raum konzentriert. Die wenigsten Besucher können sich solch ein Vehikel leisten. Aber vor einer der Yachten stehen und davon träumen, einmal damit übers Meer zu schippern, ist kostenlos. Nicht wenige halten ihre Sehnsüchte mit der Kamera fest.

Nirgendwo sonst als in Puerto Portals ist es leichter, ein wenig am Glamour des internationalen Jetset zu partizipieren. Beim Gang über die Promenade im mexikanischen Hacienda-Stil, vorbei an Cafés und Restaurants (wie dem Tristán, Mallorcas einzigem Zwei-Sterne-Lokal), oder den Marken-Boutiquen mit Breitling Uhren, Versace-Kostümen und Cerutti-Schuhwerk wird deutlich: Hier verkehren die Schönen und Reichen, Menschen mit dem Sinn für das gewisse Etwas, und alle anderen, die gerne dazugehören möchten. In Portals Nous paaren sich ewige Jugend und nie enden wollende Sommer.

Kaum zu glauben, dass in dieser Leichtigkeit des Seins der Hafen bereits 20 Jahre alt wird. Im Juli wird es zwei Jahrzente her sein, dass Portals Nous erstmals seinen Betrieb aufnahm. Wo heute die edlen Yachten sicher vertaut im Hafenbecken dümpeln, kräuselten sich einst Wellen. Gut 167.000 Quadratmeter begehbare Fläche wurden dem Meer abgetrotzt. Sechs Jahre dauerten die Genehmigungen und Bauarbeiten zur Errichtung von Puerto Portals, erinnert sich die Gründerin Margarita Graf. Um die Fundamente für die Gebäude und Molen anlegen zu können, musste oberhalb der Kläranlage von Santa Ponça ein Steinbruch gekauft werden. Es gab reichlich Widerstand gegen den Hafen, aber letztlich unterstützte die Politik das Projekt.

Das spanische Kabinett unter Felipe González gab die Erlaubnis, der Balearen-Präsident Gabriel Cañellas kam zur Eröffnung des Privathafens. Am 4. Juli 1986 enthüllte er feierlich die Schiffsglocke, die heute noch am Eingang des Hafenturms hängt. Gleichwohl dauerte es drei Jahre, bis neben den ersten Ausländern auch Mallorquiner den Hafen annahmen und dort Liegeplätze erwarben, sagt Graf. „Dann aber war der Hafen ein Selbstläufer.”

670 Liegeplätze für Yachten von acht bis 80 Meter Länge bietet der Port. Wer mit einem mittelgroßen Boot vorbeikommt, muss je nach Saison zwischen 500 und 1000 Euro für einen Liegeplatz pro Nacht bezahlen. Allerdings wird er im Sommer keinen freien Platz vorfinden. In Portals Nous gibt es viel mehr Nachfrage als Kapazität.

Der Hafen ist einer der modernsten und schönsten im gesamten Mittelmeer, begründet Margarita Graf den Überhang an Anfragen. Doch Portals Nous biete nicht nur besten Service. „Mallorca selbst ist einfach eine ideale Gegend. Die Insel lässt sich wunderbar vom Wasser aus erleben.”

31.03.2006

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Brand in Sóller-Bahn

Kurzschluss entzündet Lok. Feuer wurde von Bahnbediensteten gelöscht

Ein Feuer in der historischen Sóllerbahn hat am Dienstag den beliebten Ausflugszug kurz vor Palma gestoppt. Die mehr als 200 Fahrgäste – überwiegend ausländische Touristen – mussten die hölzernen Waggons verlassen und wurden nach einem kurzen Marsch mit Bussen nach Palma gebracht. Eine Frau stürzte beim Aussteigen und verletzte sich am Kopf.

Die Bahnbediensteten konnten den durch einen Kurzschluss ausgelösten Brand schnell aus eigener Kraft löschen. Ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht nötig. Die Flammen griffen nicht auf die Waggons über. Jedoch konnte die Lok die Fahrt nicht fortsetzen.

Der Zug fuhr planmäßig in Sóller um 14.10 Uhr ab. Um 15 Uhr war unter einer Brücke zwischen den Industriegebieten Son Rossinyol und Son Castelló Endstation.

Auf der fast 100 Jahre alten Bahnstrecke kam es bereits vor knapp einem Jahr zu einem Unfall. Damals waren im Tunnel zwei Züge zusammengestoßen. Dabei waren fünf Urlauber leicht verletzt worden.

24.03.2006

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Gehälter: Nicht arm, und nicht wirklich reich

Insel-Politiker verdienen weniger als ihre deutschen Kollegen

Mallorcas Politiker verdienen nicht schlecht, sind von Spitzenlöhnen in der Privatwirtschaft aber immer noch weit entfernt. Auch gegenüber deutschen Amtskollegen sind ihre Bezüge eher bescheiden. Mit einem Jahresgehalt von 74.280'43 Euro brutto bringt der Präsident des Balearen-Parlaments, Pere Rotger, am meisten Geld nach Hause.

Ministerpräsident Jaume Matas wird mit jährlich 69.272'43 Euro entlohnt. Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar arbeitet für 63.807'32 Euro und verdient damit etwa 700 Euro mehr als die Vizepräsidenten der Balearen-Regierung. Ein Balearen-Minister erhält 55.470'23 Euro. Der Delegierte der Zentralregierung für die Inseln, Ramon Socías, wird mit 67.000 Euro für seine Dienste entlohnt. Bei den Gehältern handelt es sich um reine Bruttobezüge ohne Aufwandsentschädigungen oder sonstige Leistungen. Auch Gewinne aus anderen Tätigkeiten sind nicht berücksichtigt.

Für das Gehalt von Balearen-Chef Matas würde ein Spitzenmanager einer großen hiesigen Hotelkette vermutlich gar nicht erst aufstehen. Bis zu 300.000 Euro pro Jahr sind bei den Top-Hoteliers möglich. Auch ein deutscher Ministerpräsident müsste bei dem Balearensalär seinen Gürtel enger schnallen. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber versteuert jährlich über 250.000 Euro nur für sein politisches Amt.

24.03.2006

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Vogelgrippe: „Kein Grund zur Sorge”

Alle bisherigen Tests auf Mallorca negativ

Das balearische Umweltministerium befolgt gewissenhaft die strengen Vorgaben aus Madrid: In regelmäßigen Abständen werden Stichproben von Vögeln im Naturschutzgebiet Albufera genommen und auf das H5N1-Virus getestet. 104 solcher Proben wurden bisher untersucht, bis auf drei Ergebnisse, die noch nicht vorliegen, waren alle Tests negativ.

Die Experten des Umweltministeriums legen dabei ihr besonderes Augenmerk auf Zugvögel, die zur Zeit aus Nordafrika in Richtung Süden ziehen und auf der Insel rasten. Die Gefahr bestehe darin, dass sie eventuell auf dem afrikanischen Kontinent mit infizierten Tieren in Kontakt gekommen seien, erklärt Antonio Gómez, Leiter der Jagdbehörde im Umweltministerium. Aus den infizierten Gebieten würden aber normalerweise keine Vögel über die Balearen fliegen, beruhigt Gómez besorgte Bürger.

Die Vögel werden in speziell ausgelegten Netzen gefangen und bei dieser Gelegenheit auch gleich gemessen und gewogen.

17.03.2006

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Quietschende Reifen und ganz viel Nostalgie

Vom 22. bis zum 25. März findet die „Rally Clásico Isla de Mallorca” statt

VON NILS MÜLLER

Sie erinnern an längst vergangene Zeiten, als noch nicht ein Auto aussah wie das andere: Oldtimer, die von ihren Besitzern liebevoll gehegt und gepflegt werden. Ab Mittwoch, 22. März, kann man wieder rund 60 dieser Schmuckstücke auf Mallorca bewundern. Die Gefährte sind aber nicht nur schön anzusehen, sondern müssen auch noch ihren eigentlichen Dienst versehen. Ihre Fahrer wollen bei der zweiten „Rally Clásico Isla de Mallorca” möglichst gut abschneiden.

Am Mittwoch findet die Abnahme der Fahrzeuge statt – die jüngsten von ihnen wurden vor knapp 30 Jahren erstmals zugelassen. Donnerstag, Freitag und Samstag werden dann Rennen gefahren. In der Klasse „Regularity” geht es darum, die Distanz in einer möglichst gleichmäßigen Geschwindigkeit zurückzulegen, während es in der „Competition”-Wertung auf die absolute Zeit an– kommt.

Bei der Rallye handelt es sich um die Nachfolgeveranstaltung der „Trofeo Baleares Clásico”, zu der es vier Jahre lang vor allem Oldtimerfans aus Deutschland auf die Insel gezogen hat. Die Organisatoren suchten dann ihr Heil auf Sardinien, mallorquinische Auto-Enthusiasten traten an ihre Stelle.

Als Fahrerlager, in dem man abends und morgens vor der Abfahrt (gegen 9 Uhr) einen Blick auf die Autos erhaschen kann, dient diesmal der Busbahnhof von Palmanova (an der Autobahnausfahrt).

Spannende Rennszenen spielen sich während der Sonderprüfungen auf den Straßen ab. Donnerstag, 23. März: Coll de Sa Creu – Calvià, Capdellà – Galilea, Puigpunyent – Esporlas und Nova Valldemossa. Freitag, 24. März: Calvià – Coll d'es Tords, Coll de Biniforani – Sóller, Coll de Sóller – Palma, Puigmajor. Samstag, 25. März: Llucmajor – Porreres, Puig Sant Salvador, Porreres – Llucmajor, Coll d'es Tords – Coll de Sa Creu.

17.03.2006

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Wladimir Klitschko: „Alles oder nichts”

Boxer hat Trainingslager im Dorint in Camp de Mar begonnen. Am 22. April will er wieder Weltmeister werden

VON NILS MÜLLER

Seit Sonntag läuft für Wladimir Klitschko die heiße Phase. Im Dorint-Sofitel in Camp de Mar bereitet sich der Boxer auf den vielleicht wichtigsten Kampf seiner Karriere vor. Der 29jährige Ukrainer tritt am 22. April gegen Chris Byrd an, um dem Amerikaner den IBF-Weltmeistertitel im Schwergewicht abzunehmen. Klitschko war bereits einmal Weltmeister, verlor den Titel aber 2003. Für ihn wäre es ein ganz besonderes Comeback.

Der Fight in der Mannheimer SAP-Arena steht unter dem Motto „Alles oder nichts”. Die 14.000 Sitzplätze waren binnen 48 Stunden weg – Rekord-Vorverkauf für einen Box-Event.

Schon im vergangenen Jahr hatte sich Wladimir Klitschko im Dorint auf einen Kampf vorbereitet. Im März und April war das Hotel sein Zuhause, der Gegner hieß danach Eliseo Castillo, und der Sieger Klitschko. Damals meinte Klitschko zu seinem Aufenthalt in Camp de Mar: „Hier kann ich mich voll auf mein Training konzentrieren.” Genau das will er auch diesmal. Klitschko-Manager Bernd Bönte gegenüber MM: „Wladimir will in den kommenden Wochen nichts anderes als trainieren. Er möchte in dieser Zeit keine Interviews geben oder Fototermine wahrnehmen.” Erst am 28. und 29. März wird sich Klitschko in Camp de Mar der internationalen Presse präsentieren.

Im Dorint tut man in diesen Tagen alles, damit sich der Sportler wie zu Hause fühlt. Man hat wieder denselben Seminarsaal zum Box-Gym umfunktioniert, aus dem aufgebauten Box-Ring können die Kämpfer auf den Golfplatz gucken. Wladimir Klitschko startet das Trainingslager mit morgendlichen Läufen durch Camp de Mar und Umgebung. An diesem Wochenende (10. bis 12. März) sollen Trainerstab und Sparringspartner eintreffen.

Geplant ist, dass Klitschko bis Ostermontag auf Mallorca bleibt – eine knappe Woche später will er wieder Weltmeister sein.

10.03.2006

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Tourismus-Börse: Das Lächeln der Balearen

Tennis-Beauty Anna Kournikova schwärmt auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin davon, wie schön es auf den Balearen ist. Nicht nur wegen der sympathischen Russin ist die Stimmung auf den Messeständen der Inseln ausgezeichnet: Die Prognosen für die Sommersaison sind extrem positiv. Vor allem, weil der deutsche Markt zurückerobert wurde

Durchweg positive Signale kommen von der ITB in Berlin. Mallorca ist der Gewinner der Saison. Die deutschen Reiseveranstalter verzeichnen Buchungszuwächse von bis zu 35 Prozent.

10.03.2006

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Karneval: Trübsal und Superstimmung

In Palma wurde der Umzug wegen Regens abgesagt. An der Playa hatten die Jecken Glück

Selbst wer sich am Sonntag, in dickes Neopren gehüllt, als Taucher verkleidet hatte, konnte sein Narrendasein nicht richtig ausleben. Der traditionelle Faschingsumzug durch Palmas Zentrum wurde wegen der heftigen Regenfälle kurzfristig abgesagt. Eine ursprünglich angedachte Verlegung auf einen anderen Tag kam letztlich doch nicht in Betracht, da man nicht „in unangemessener Weise” mit der Fastenzeit kollidieren wollte.

Mehr Glück mit Petrus hatten die großen und kleinen Jecken dagegen am Samstagnachmittag. Sonnenschein und strahlend blauer Himmel sorgten beim Faschingsumzug an der Playa de Palma für zusätzlich gute Stimmung. Zum 30jährigen Jubiläum der Veranstaltung zogen 14 Festwagen und 26 Kostümgruppen an Tausenden Schaulustigen vorbei. Auch einige kostümierte Reiter schlossen sich dem ausgelassenen Zug an.

In Palmas Innenstadt kam ebenfalls am Samstag der karnevalistische Nachwuchs auf seine Kosten. Kostümiert und geschminkt stürzten sich die Dreikäsehochs freudig in das närrische Treiben.

03.03.2006

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Volksfest mit deftiger Begleitmusik

Am Balearentag wird nicht nur gefeiert: Proteste und Milliarden-Forderung

Der Handwerkermarkt am Balearentag hat viele tausend Menschen in Palmas Altstadt gelockt. Unter anderem Töpfer, Besenbinder und Spielzeugmacher präsentierten sich am vergangenen Mittwoch rund um die Plaça Drassana im Llotja-Viertel. Musikanten, Clowns und Artisten in historischen Kostümen sorgten für das Begleitprogramm.

Verschiedene Bevölkerungsgruppen nutzten den Jahrestag des Inkrafttretens des balearischen Autonomiestatuts im Jahr 1983 zum Demonstrieren. Den größten Protestmarsch gab es in Ibiza, wo rund 250 Menschen ihre Ablehnung der geplanten Autobahnen zeigten.

In seiner Feiertags-Ansprache forderte der balearische Ministerpräsident Jaume Matas eine Reform des Autonomiestatuts. Der Staat solle in den kommenden fünf bis zehn Jahren drei Prozent seiner gesamten Investitionen den spanischen Mittelmeerinseln zukommen lassen. Laut Matas würden so drei Milliarden Euro auf die Balearen fließen.

03.03.2006

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In Raixa soll wieder „grünes Gold” fließen

Historische Finca produziert nach Renovierung wieder Olivenöl

La Tafona, die Olivenpresse des Landgutes Raixa in Bunyola, soll in Zukunft wieder ihre traditionelle Aufgabe übernehmen: Nach Abschluss der Renovierung des Gebäudes wird dort wieder Olivenöl hergestellt. Das versprach der im Inselrat für Umwelt zuständige Politiker Miquel Ángel Borrás.

Im Rahmen des Projektes Trimed wird La Tafona zurzeit im ursprünglichen Zustand wiederhergestellt. Trimed ist ein Programm des Inselrats zum Erhalt des mallorquinischen kulturellen Erbes, das auch die Zusammenarbeit mit ähnlichen Projekten auf anderen Mittelmeer-Inseln vorsieht. Aus diesem Grund halten sich momentan elf Maurer, Schreiner und Schlosser aus Korsika, Zypern, Malta, Sizilien und Naxos in Bunyola auf, um Erfahrungen im Bereich der Kulturpflege auszutauschen.

Die Ursprünge der Finca liegen in islamischer Zeit. Neben der Öl-Produktion plant der Inselrat ein Besucherzentrum, in dem der Weg von der Olive zum „grünen Gold” nachvollziehbar wird. 2002 hatte Designerin Jil Sander vergeblich versucht, Raixa zu kaufen.

24.02.2006

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Mallorca steht Rekordjahr bevor

Allein 15 Prozent mehr Deutsche sollen auf die Insel kommen

Mallorca steht in diesem Jahr bei den Urlaubern besonders hoch im Kurs. Nach Angaben der spanischen Fremdenverkehrsämter in Großbritannien und Deutschland sind die Reservierungen für Ferienund Freizeitangebote auf den Balearen gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt haben sich 17'2 Prozent mehr Briten und 15 Prozent mehr Deutsche als 2005 für Urlaubsaktivitäten auf den Inseln entschieden. Während die Briten sich auch für Menorca und Ibiza begeistern können, heißt die Trauminsel der Deutschen in diesem Jahr eindeutig Mallorca.

Diesen zweistelligen Aufwärtstrend bestätigen auch die großen Reiseveranstalter. Nach Angaben von Thomas Cook und TUI haben 15 Prozent mehr deutsche Urlauber Ferien auf Mallorca gebucht als im Vorjahr.

Nach Mallorca verzeichnen auch die Urlaubsziele Ägypten (zwölf Prozent), Tunesien (elf Prozent) und die Kanarischen Inseln (neun Prozent) deutliche Zuwachsraten aus Deutschland.

Mallorcas Hauptkonkurrenten Bulgarien und die Türkei sollen um acht beziehungsweise ein Prozent zulegen. Auch die Radfahrer erfreuen sich zunehmend an der Destination Mallorca. Die sportlich gesinnten Urlauber ließen im vergangenen Jahr 56'35 Millionen Euro auf der Insel. 3'5 Prozent mehr als 2004.

24.02.2006

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Virusalarm: Mallorca rüstet sich für alle Fälle

Noch ist die Insel frei davon, doch Experten schließen eine Einschleppung des Vogelgrippevirus durch Zugvögel nicht aus. Bestehende Kontrollen wurden jetzt verschärft

Auf Mallorca sind noch keine Fälle von Vogelgrippe aufgetreten. Die Balearen-Regierung will jedoch auf Nummer sicher gehen und die gesamte Insel nach toten Vögeln absuchen lassen. Erhöhtes Risiko wird ab März erwartet, wenn der Vogelzug einsetzt: Dann werden Millionen Zugvögel aus Afrika mit Kurs Mitteleuropa die Insel passieren, Tausende hier zwischenlanden. In sechs EU-Ländern wurden inzwischen Fälle von Vogelgrippe bestätigt, darunter auch Deutschland und Österreich.

17.02.2006

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Hauptquartier der Marine gefallen

Abriss in Port de Sóller: Militärbau muss Hafenerweiterung weichen. U-Boot als Attraktion. Mehr Autos im Tunnel

Die Tage des Marine-Hauptquartiers in Sóller sind gezählt. Ende vergangener Woche rückten die Bulldozer an, um das im Hafen weithin sichtbare, weiße Gebäude abzureißen. Bislang verwandelten die Bagger rund ein Drittel des langgestreckten Baus in einen Trümmerhaufen.

Die Bauarbeiten gerieten jedoch einen Tag später wieder ins Stocken. Mit einem Mal geriet das Wappen an der Längsseite des Hauses in den Blick der Verantwortlichen. Der spanische Adler aus der Franco-Zeit sollte überraschend für das Meeresmuseum in Port de Sóller erhalten bleiben. Offenbar hatte sich im Vorfeld niemand Gedanken über die Demontage des Emblems gemacht. Die Techniker suchten nach Wegen, wie die bemalte Betonkonstruktion unbeschadet aus dem Mauerwerk entfernt werden könnte.

Das 1940 errichtete Militärquartier - nach Angaben der Abrissgegner das einzige Bauwerk Sóllers im Racionalismo-Architekturstil - bildet mit seinen Schuttmassen den Sockel zum Ausbau der Mole. Auf der 10.000 Quadratmeter großen Fläche sollen für 7'5 Millionen Euro neue Gebäude für die Fischer sowie die Hafenverwaltung entstehen. In den zwei geplanten Neubauten werden zudem die Guardia Civil und ein Mehrzweck-Saal untergebracht.

Zeitgleich mit dem Abriss des Gebäudes gab Sóllers Bürgermeister Carlos Simarro bekannt, dass die Stadt vom Verteidigungsministerium ein ausgedientes U-Boot der spanische Marine erhalten wird. Es soll dem Meeres-Museum übergeben werden und als Touristenattraktion dienen. Das U-Boot vom Typ Delfin treffe im März ein. Ein ähnliches Boot in Torrevieja ziehe im Jahr 150.000 Besucher an.

Der Reiseverkehr nach Sóller nimmt auch so zu: Nach Angaben der Betreibergesellschaft des Sóllertunnels passierten im vergangenen Jahr täglich 7636 Autos die Röhre, 22 Prozent mehr als 2004.

17.02.2006

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Starker Landeanflug

Deutsche Airlines weiten Verbindungen nach Mallorca deutlich aus

Mehr Verbindungen bietet vor allem Marktführer Air Berlin an. Angesichts der positiven Urlauber-Prognosen für die nahe Sommersaison erhöhen deutsche Ferienflieger Frequenzen und Sitzplatzkapazitäten erheblich. Air Berlin stockt die Zahl der wöchentlichen Palma-Flüge um 20 auf 300 auf, Condor um sieben auf 115. Und Hapagfly will 100.000 Flugsitze zusätzlich verkaufen.

10.02.2006

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Mallorca-Rundfahrt

Gesamt-Klassement geht an David Bernabeu

David Bernabeu vom Team Comunidad Valenciana hat am Donnerstag die Gesamtwertung der diesjährigen Mallorca-Rundfahrt der Radprofis gewonnen. Am Ziel der fünften und letzten Etappe in Palmanova gab es auch Grund zum Jubeln für das deutsche Gerolsteiner-Team: David Kopp holte die Etappe. Nach 149'3 Kilometern setzte sich der Sieger der letztjährigen Auflage von „Rund um Köln” im Sprint gegen den T-Mobile-Fahrer Lorenzo Bernucci durch.

Die Challenge begann am Sonntag mit dem Prolog auf Palmas Paseo Marítimo. Da die Strecke in diesem Jahr verlängert wurde, fuhren die Profis erstmals an Parc de la Mar und Kathedrale vorbei. Den Auftakt gewann Isaac Gálvez vom Team Illes Balears. Er verwies im Sprint Martin Elmiger (Phonak) und Heinrich Haussler (Gerolsteiner) auf die Plätze.

Auch am Montag bei der zweiten Etappe mit Ziel in Cala Bona konnte Gálvez die Arme hochreißen. Er gewann vor Robert Förster (Gerolsteiner) und Olympiasieger Paolo Bettini (Quick Step). Am Gewinn der inoffiziellen Gesamtwertung (es handelt sich bei der Vuelta a Mallorca eigentlich um fünf Einzelrennen) hatte Gálvez allerdings kein Interesse. Er verließ die Insel nach der zweiten Etappe, um lieber am Mittwoch bei der Mittelmeerrundfahrt in Südfrankreich an den Start zu gehen.

Am Dienstag fand die Königsetappe statt (Pollença – Port de Pollença). David Bernabeu gewann vor dem Spanier Julian Sánchez Pimienta (ebenfalls Comunidad Valenciana) und Bettini. Mit dem Sieg setzte sich Bernabeu auch an die Spitze des Gesamtklassements.

Am Mittwoch (Sóller – Port de Sóller) krönte Paolo Bettini mit einem ersten Platz seine gute Leistung. Zweiter wurde Toni Colom (Illes Balears), Dritter Bernabeu.

Vor der Schlussetappe hatte Bernabeu drei Sekunden Vorsprung auf Bettini und sieben auf Colom. In der Endabrechnung blieb es bei den sieben Sekunden auf Colom, der damit Zweiter wurde. Bettini war zwar am Donnerstag noch am Start, fuhr die Etappe aber nicht zu Ende und kam somit nicht in die Wertung.

10.02.2006

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Luxussterne für 500 Testfahrer

Mercedes-Benz präsentiert auf Mallorca neue und alte Roadster

MM-exklusiv: Anlässlich der Präsentation der deutlich erstarkten SL-Modelle hat Mercedes-Benz sein halbes Stuttgarter Oldtimer-Museum nach Mallorca verfrachtet. Die Traumautos werden bis Ende Februar 500 Journalisten aus aller Welt präsentiert. Der Aufwand für den Mallorca-Event ist gewaltig.

10.02.2006

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Der „Faro de la Creu” in Port de Sóller als Attraktion des Meeres-Museums?

Für den verfallenen Leuchtturm in Port de Sóller zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab: Das weithin sichtbare Bauwerk, das seit 1864 ein Wahrzeichen des Hafens und der halbrunden Bucht ist, soll möglicherweise restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Zwar befindet sich der Leuchtturm „Faro de la Creu” auf militärischem Gelände, doch in Sóller macht sich die Hoffnung breit, das Bauwerk in das Meeres-Museum einzubinden. Das Museum wurde vor zwei Jahren in dem ehemaligen Santa-Catalina-Kloster auf dem Gipfel der Landzunge eingerichtet. Von dort aus könnte künftig ein Fußweg über den Felsen bis zum Leuchtturm führen, berichtet die spanische MM-Schwesterzeitung „Ultima Hora”. Was jetzt fehle, sei „ein politischer Impuls”, das Projekt in Zusammenarbeit mit den Behörden zu verwirklichen.

In einem bereits früher getroffenen Abkommen zwischen dem spanischen Verteidigungsministerium und der Balearen-Regierung ist eine Rückgabe des Leuchtturmes nicht ausgeschlossen, jedoch an gewisse Bedingungen geknüpft. Die Empfänger des Militärgeländes müssen sich verpflichten, den baufälligen Faro zu sanieren.

Bereits im vergangenen Wahlkampf hatte die Unió Mallorquina von Sóller die Rettung des Turmes in ihr Programm geschrieben. Ein Gutachten des Inselrates hatte jedoch ergeben, dass der Turm an seiner jetzigen Stelle nicht verbleiben könne, man plädierte für einen neuen Standort. Allerdings wird eine Verlagerung auf die neue Mole mittlerweile ausgeschlossen. Unterdessen drängt der Verfall des Turms, eine Lösung für das Bauwerk zu finden.

03.02.2006

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Ölboom im Zeichen der Olive

VON ALEXANDER SEPASGOSARIAN

DO-Gütesiegel verschafft den Landwirten neue Impulse. Produktion und Absatz haben deutlich zugelegt

Bei Mallorcas Olivenöl-Erzeugern läuft die Produktion wie geschmiert. Seit der Einführung des staatlich anerkannten Qualitätssiegels „denominació d'origen (DO) Oli de Mallorca” im Herbst 2003 hat sich der Absatz um 87 Prozent auf knapp 40.000 Liter nahezu verdoppelt, berichtete der Präsident des Regulierungsrates der DO, Josep Oliver, am Dienstag bei einer Produktschau im Kulturzentrum Casal Solleric in Palma.

Die Einführung des Markenzeichens, das neben bester Qualität auch die Herkunft des Öls aus Mallorca garantiert, hat nach den Worten Olivers dem Olivenanbau auf der Insel neue Impulse gegeben. Allein in der vergangenen Erntekampagne 2004/05 wurden 804 Tonnen Früchte geerntet, die in den DO-zugehörigen Mühlen zu Öl gepresst wurden. Die Produktion stieg um 53 Prozent auf knapp 140.600 Liter. Von dieser Menge erfüllte mit 35 Prozent ein gutes Drittel die Qualitätsanforderungen, um das DO-Gütesiegel führen zu können. Das Logo, das einer Olive nachempfunden ist, gibt es nur für Öle der Kategorie „vírgen extra”. Die Erzeugnisse werden darüber hinaus von einer Jury auf ihren Geschmack hin beurteilt.

Den DO-Regularien haben sich auf Mallorca bisher sieben Olivenölproduzenten unterworfen. Auf der Insel gibt es zwei große Anbaugebiete: In der Serra de Tramuntana, insbesondere im Raum Sóller, Fornalutx, Valldemossa, Deià und Selva stehen jahrhundertealte Bäume. Im Raum Manacor, Muro und Inca gibt es junge Plantagen, die ebenfalls qualitativ hochwertiges Öl liefern, sagte Josep Oliver.

03.02.2006

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Mehr Fahrspuren für Drahtesel

Zwei neue Radwege für Palma beschlossen, sechs weitere geplant

Palma will verstärkt auf Radwege setzen und das Streckennetz erweitern. Zwei neue Verbindungen sind bereits beschlossen, sechs weitere Radwege befinden sich in der Planungsphase. Im Stadtzentrum innerhalb der Avenidas bekommen Radler allerdings keine eigene Spur. Die beschlossenen und geplanten Radwege führen lediglich aus der Stadt hinaus oder zu den Avenidas hin.

Mit einer Länge von mehr als zwei Kilometern kann in den nächsten Jahren von der Plaça Espanya aus die Carrer Jacint Verdaguer entlanggeradelt werden. Der Bau des Radweges ist allerding vom Voranschreiten der dort ebenfalls durchgeführten Untertunnelung der Eisenbahn abhängig.

Knapp einen Kilometer wird es für die Fahrradfahrer vom Kreisel Son Rapinya in Richtung Klinik Miramar geben. Die darüber hinaus geplanten Strecken verlängern bereits bestehende Radwege oder verbinden diese untereinander.

Bislang verfügt Palma über ein Radwegnetz in einer Gesamtlänge von knapp 23 Kilometern. Zukünftig könnten daraus etwa 35 Kilometer werden. Die mit Abstand längste und zweifellos schönste Strecke führt derzeit 16 Kilometer lang von Porto Pi zur Playa de Palma.

Wie Palmas Verkehrsstadtrat Carlos Veremendi erklärte, könne der Ausbau der Radwege aus städtebaulicher Sicht nur durch den Verlust von Parkplätzen realisiert werden. Sollten alle geplanten Radwege realisiert werden, würde dies zu Lasten von 2125 Parkmöglichkeiten gehen.

Um die Radwege populär zu machen, denkt die Stadtverwaltung daran, zentrale Radverleihstationen einzurichten.

27.01.2006

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Vuelta mit T-Mobile und Gerolsteiner

Am 5. Februar geht´s los

Die Mallorca-Rundfahrt der Radprofis („Vuelta a Mallorca”) beginnt am Sonntag, 5. Februar, mit dem Prolog auf Palmas Paseo Marítimo (Start um 11 Uhr vor dem Auditorium). Wichtige Änderung: Die Strecke wird verlängert. Das bedeutet: Das Peloton fährt nicht nur zwischen Portopí und der Avenida Antoni Maura hin und her, sondern an der Kathedrale vorbei bis zur Avenida Gabriel Alomar i Villalonga und wendet dort.

Insgesamt besteht die Mallorca-Rundfahrt, an der zwölf Pro-Tour-Teams teilnehmen, aus fünf Etappen, die letzte findet am Donnerstag, 9. Februar, statt. Auch Gerolsteiner und T-Mobile sind am Start.

27.01.2006

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Palma hat 400.000 Einwohner

Die Stadt wächst und wächst. Deutlich mehr Nicht-EU-Ausländer. Deutsche stellen ein Prozent

Palmas Bevölkerungszuwachs steht unmittelbar davor, die 400.000-Einwohner-Schwelle zu überschreiten. Nach den jüngsten amtlichen Zahlen des Rathauses waren im November 398.000 Menschen im Stadtgebiet registriert. Der Leiter der Meldebehörde, Tomás Lladó, geht davon aus, dass die magische Grenze bereits erreicht ist oder spätestens in den kommenden Monaten erreicht wird.

Der Zuwachs wird vor allem mit der Zunahme der ausländischen Bevölkerung, insbesondere aus Nicht-EU-Ländern begründet. Im Jahre 2000 wurden in Palma lediglich 13.000 Ausländer von auswärts der Europäischen Union gezählt. Vier Jahre später waren es bereits 47.000. „Das ist ein beträchtlicher Anstieg”, sagte Lladó. Nach seinen Worten stellten 2004 die Menschen aus Nicht-EU-Staaten etwa die Hälfte des ausländischen Bevölkerung in der Balearen-Hauptstadt.

Die Zahlen der Behörde verdeutlichen darüber hinaus, dass der Trend zu einer multikulturellen Entwicklung in Palma sich verstärkt, auch wenn die Spanier mit 84'2 Prozent nach wie vor den größten Bevölkerungsanteil stellen. Die größte Gruppe unter den Ausländern bilden die Ecuadorianer (2'1 Prozent), gefolgt von den Argentiniern (1'6) und Kolumbianern (1'3). Die viertgrößte Gruppe mit knapp einem Prozent Anteil stellen die rund 3830 Deutschen.

Aufgeschlüsselt nach Stadtteilen ist Camp de'n Serralta (Carrer Industria) das internationalste Viertel. Hier wurden 81 verschiedene Nationalitäten registriert.

Die städtischen Zonen, in denen die Bundesbürger den größten Anteil unter den Ausländern stellen, sind Es Jonquet, Son Xigala, Son Vida, Establiments, Son Espanyol, Son Sardina, L'Olivera, Es Molinar, Les Maravelles, Es Pillarí, S'Aranjassa, Casablanca, Son Peretó, Son Flor, Son Rapinya, Puig de Sant Pere, Lonja, Cort, Sa Calatrava und La Bonanova. Es handelt sich hierbei um die feudaleren Viertel in der Altstadt oder in Strandnähe sowie um Wohngebiete in den Höhenlagen und ländlichen Zonen.

20.01.2006

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Wirtschaft blickt 2006 zuversichtlich entgegen

Unternehmer gehen von einem Wachstum von bis zu drei Prozent aus. Gemäßigte Prognosen sprechen von 2,4

Die Inseln werden sich nach ersten Prognosen auch in diesem Jahr in einem wirtschaftlichen Aufwind befinden. Der Unternehmerverband CAEB, die Balearen-Regierung und auch die balearische Handelskammer zeigen sich optimistisch, bewerten die zu erwartende Entwicklung aber unterschiedlich.

Am zuversichtlichsten sind die Unternehmer. Sie erhoffen sich ein Wachstum um bis zu drei Prozent. Die Regierung schätzt das Wachstum auf 2'5, und die Handelskammer prognostiziert 2'4 Prozent. Die Konjunkturbelebung, darin sind sich alle Institutionen einig, werde im wesentlichen von der zu erwartenden guten Tourismussaison und einem gefestigten Bausektor ausgehen.

Im vergangenen Jahr legte die Balearen-Wirtschaft um 2'1 Prozent zu. Damit lag sie, so Esteve Bardolet von der balearischen Handelskammer, nicht nur 1'3 Prozent unter dem spanischen Durchschnitt, sondern auch unter ihren eigentlichen Möglichkeiten. Die Inseln hätten spürbar an Produktivität verloren.

Wie im Jahr 2005 wird auch im begonnenen Jahr Mallorca mit einem Anteil von über 80 Prozent für die Gesamtkonjunktur der Inseln verantwortlich sein. Im Vorjahr legte die mallorquinische Wirtschaft um 2'4 Prozent zu und glich damit das magere Ergebnis der Nachbarinseln (Menorca 0'6 Prozent, Pitiüsen 0'8 Prozent) aus.

Für 2006 hofft die balearische Handelskammer vor allem von der leichten Belebung der Konjunktur in Deutschland und Großbritannien profitieren zu können. Aus diesen Ländern verbringen traditionell viele Menschen ihre Ferien auf den Balearen.

20.01.2006

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„Was mit dieser Insel passiert, ist der absolute Wahnsinn”

Peter Maffay bezieht im MM-Interview Stellung: Er befürchtet, dass Mallorca die Qualität verliert, die er und viele andere hier so schätzen

Peter Maffay geht hart mit der Baupolitik ins Gericht: Der Rockstar und Mallorca-Fan mit Finca bei Pollença verurteilt im MM-Gespräch den exzessiven Autobahnbau und kritisiert die „völlig entgleiste Vision einiger weniger”. Maffay: „Was mit dieser Insel passiert, ist der absolute Wahnsinn”.
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13.01.2006

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Antilopen ausgebüchst

Vier von sechs Tieren wieder wohlbehalten im Safari-Zoo in Sa Coma

Fast wie in Afrika: Auf unfreiwillige Safari-Tour mussten am vergangenen Wochenende die Mitarbeiter des Sarafi-Zoos in Sa Coma zusammen mit mehreren Dutzend behördlichen und freiwilligen Helfern. Der Suchtrupp sollte sechs Antilopen ausfindig machen, die am Freitag aus ihrem Gehege ausgebüchst waren. Vier Tiere sind inzwischen wieder wohlbehalten zurückgekehrt. Von zwei der Antilopen fehlt jede Spur, so dass Zoobetreiber Henning Mentz damit rechnet, dass sie tödlich verunglückt sind.

Bei den entlaufenen Huftieren handelt es sich um Eland-Antilopen (Taurotragus oryx), deren natürliche Heimat Afrika ist. Die scheuen und flinken Tiere sind die größte Antilopenart. „Sie haben ein ausgeprägtes Herdenverhalten”, sagt Henning Mentz. Als der Leithengst vergangene Woche eine durch Bauarbeiten bedingte Schwachstelle in der Umzäunung des Zoos ausgemacht hatte, trotteten die anderen Tiere brav hinterher.

Der Safari-Park liegt umgeben von einem relativ dicht bewaldeten Gebiet. Kein leichtes Spiel also für die Suchmannschaft, die mehrere Tage auf der Pirsch war, bis sie vier der Tiere fand. Zuerst versuchte man, die Antilopen mit Futter anzulocken. Als das misslang, narkotisierte man sie, um sie in ihr 200.000 Quadratmeter großes Freigehege zurückzubringen. Da von zwei Tieren jede Spur fehlt, befürchtet man, dass sie verunglückt sein könnten. „Ansonsten hätte sie bestimmt jemand irgendwo bemerkt”, glaubt Henning Mentz. „Eine Antilope in einem mallorquinischen Wald ist ja kein alltäglicher Anblick.”

Besonders ärgerlich ist für ihn, dass in diesem Zusammenhang wieder einmal Klagen über mangelhafte Haltungsbedingungen in seinem Zoo in einer Lokalzeitung geäußert wurden. Nachbarn, der Tierschutzverein Baldea und die Umweltschutzgruppe GOB hatten am Samstag behauptet, die Antilopen im Safari-Zoo müssten hungern und litten unter schlechten hygienischen Bedingungen. Henning Mentz weist diese Vorwürfe entschieden zurück: „Das sind alte Kamellen, mit denen wir uns immer wieder auseinandersetzen müssen.” Die Antilopen werden nach seinen Worten mehrmals täglich mit Getreide, Trockenfutter und anderem Futter versorgt. „Jedermann kann sich bei einer Rundfahrt durch den Safari Zoo selbst davon überzeugen.” Der Tierpark ist ganzjährig geöffnet.

In der Vergangenheit wurden ähnliche Vorwürfe von Privatleuten schon häufiger gegen den Safari-Zoo erhoben. Allerdings haben die regelmäßigen behördlichen Kontrollen noch nie zu Beanstandungen geführt. Auch bei einer unangekündigten Visiste, die das Mallorca Magazin dem Safari-Zoo nach der Beschwerde eines Lesers mit einem unabhängigen Tierarzt abgestattet hatte, ergab sich kein Grund für irgendwelche Klagen.(ele)

13.01.2006

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Gedenktag ohne Krawalle

Die befürchteten Unruhen bleiben beim diesjährigen Standartenfest aus

Ohne die in den vergangenen Jahren üblichen Ausschreitungen ist das Standartenfest in Palma über die Bühne gegangen. Ein starkes Polizeiaufgebot sorgte für den fast reibungslosen Ablauf der Zeremonie, in der traditionnell der Eroberung Palmas durch Jaime I. am 31. Dezember 1229 gedacht wird.

Der zentrale Programmpunkt war die Kranzniederlegung am Denkmal des Königs auf der Plaza España. Etwa 500 Personen hatten sich zum Festakt versammelt. Einzig als die offiziellen Vertreter der Stadt, angeführt von Bürgermeisterin Catalina Cirer (PP), den Platz verlassen wollten, wurden sie von rund 50 Anhängern der mallorquinischen Unabhängigkeitsbewegung verbal attackiert und ausgepfiffen.

Ohne Konflikte verlief dann wiederum der zweite Teil der Feierlichkeiten am vergangenen Samstag. Die Stadtoffiziellen legten wie üblich selbst Hand an und hissten die königliche Standarte auf der Plaza de Cort – begleitet von folkloristisch gekleideten Reitern, Trommlern und Tänzern. Anschließend ernannte Bürgermeisterin Cirer eine neue Ehrenbürgerin: Die Nonne Cayetana Alberta Giménez (1837-1922) ist Ordensgründerin und wegen ihres sozialen Engagements als „Mutter Alberta” bekannt geworden.

06.01.2006

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Schmuddelwetter und erster Schnee

Von Sonneninsel nicht viel zu spüren. Es bleibt widrig kalt und feucht

Petrus zeigt sich zum Jahresbeginn auf Mallorca launisch. Sonne, Regen, Wolken, Sturm und am Mittwoch auch Schnee. Ein leichtes Schneegestöber hüllte die Berge ab etwa 800 Meter in Weiß. Je nach Höhenlage wurde eine Schneeschicht von drei bis acht Zentimeter gemessen. Manch Autofahrer kam angesichts der ungewohnten Straßenverhältnisse ins Schleudern. Schwere Unfälle verursachte der Schneefall jedoch nicht.

Auch die Prophezeihungen für die kommenden Tage machen der Sonneninsel keine Ehre. Es bleibt schmuddelig, kalt und nass. Die Schneefallgrenze steigt auf 1100 bis 1500 Meter.

Besonders betroffen von dem widrigen Wetter waren die Fährverbindungen. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern konnten zahlreiche Fähren nicht auslaufen. Besonders hart traf es die „Murillo”, die mit 200 Passagieren an Bord von Barcelona nach Maó unterwegs war. Sie wurde auf hoher See vom Sturm überrascht und fand, da der Hafen von Maó geschlossen war, erst nach 16 Stunden Fahrt Schutz in Palmas Hafen.

06.01.2006

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Frost bis in die Niederungen

Schneegrenze sank in der Nacht zum Freitag auf 300 Meter

Im Vergleich zu anderen spanischen Provinzen – unter anderem dem Baskenland, Asturien und Navarra –, wo der Zivilschutz Schneealarm gegeben hat, wird der Jahreswechsel auf Mallorca voraussichtlich ohne Sturm und Unwetter über die Bühne gehen. Nach der bislang kältesten Nacht des Jahres von Donnerstag auf Freitag soll es am Wochenende wieder etwas wärmer und freundlicher werden.

In der Nacht auf diesen Freitag hat es nach Redaktionsschluss möglicherweise in den Bergen geschneit: Die Schneegrenze lag in der Nacht bei etwa 300 Metern. Auch tagsüber hatte es bereits am Mittwoch erheblich abgekühlt: Lag der Tageshöchstwert in Palma am Dienstag noch über 15 Grad, so erreichte die Quecksilbersäule am Mittwoch und Donnerstag kaum die Zehn-Grad-Marke. In den Bergen und im Inselinnern gab es nachts teilweise Frost, so dass manche Frühaufsteher unter den Autofahrern am Morgen die Scheiben ihrer Autos freikratzen mussten. Die niedrigsten Temperaturen wurden in Alfábia gemessen, mit minus 1'5 Grad in der Nacht zum Donnerstag.

Der Herbst, der am 21. Dezember mit der kürzesten Nacht des Jahres zu Ende ging, war aus der Sicht der Meteorologen weitgehend normal, was die Temperaturen anbelangt. Die Niederschlagsmenge blieb dagegen weit unter Durchschnitt: Auf Mallorca regnete es in den vergangenen drei Monaten nur etwa 33 bis 50 Prozent der Niederschlagsmenge des Vorjahres. Im gesamten Jahr gab es auf Mallora ein Regendefizit von 19 Prozent, was sich auf die relativ leeren Stauseen und damit die Trinkwasservorräte der Insel auswirkt.

Auch die letzten Dezembertage ändern an dieser Bilanz nicht mehr viel: Das Wetter bleibt bis Silvester zwar unbeständig. Mit heftigen, anhaltenden Regenfällen ist jedoch nicht zu rechnen.

31.12.2005

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Sa-Mola-Tunnel: 260 Meter schon gebohrt

Fehlen noch 953 Meter. Neue Zufahrt zum Hafen. Uferstraße wird Flaniermeile

Die Bauarbeiten zur Errichtung des Sa-Mola-Tunnels in Sóller kommen voran. Mit rund 260 ausgehöhlten Metern ist derzeit ein gutes Fünftel der Strecke aus dem Fels geschlagen worden. Die künftige Straßenröhre wird den Plänen zufolge 1213 Meter lang sein und eine neue Zufahrt nach Port de Sóller ermöglichen. Wenn der Tunnel vollendet ist, werden die Autos das Hafenviertel quasi „von hinten” anfahren.

Die Zufahrt über die schmale Küstenstraße entfällt damit. Die Plände des Rathauses sehen vor, die Uferstraße in eine verkehrsberuhigte Flaniermeile umzuwandeln. Sie soll die halbkreisförmige Bucht vollständig umlaufen.

Zusätzlich zum Tunnel ist eine Straße von insgesamt 2'1 Kilometer Länge zu errichten. Der Verkehr im rückwärtigen Bereich der Hafengemeinde soll über zwei Kreisel verteilt werden. Getragen wird das Sa-Mola-Projekt von der Balearen-Regierung. Die Zufahrt zum neuen Tunnel befindet sich an der alten Landstraße zwischen Sóller und Port de Sóller.

Das künftige Bauwerk wird zum zweitlängsten Tunnel der Insel avancieren. Mit 2.988 Metern ist der mautpflichtige Sóller-Tunnel nach Bunyola die längste Straßenröhre im Felsgestein. Mit 178 Metern zählt der Bendinat-Tunnel zu den kürzesten Bauwerken dieser Art auf Mallorca.

Die Sóller-Bahn hat ihren Betrieb über die Feiertage zwischen den Jahren wieder aufgenommen. Er ruhte kürzlich wegen Arbeiten im Eisenbahn-Tunnel. Am 9. Januar muss die Bahn wieder für einen Monat aussetzen.

30.12.2005

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